Wirtschaftlicher Teil und Vereinsnachrichten

1913 Angewandte Chemie  
Chile. Z o l l t a r i f i e r u n g v o n W a r e n . P e t r o 1 e u m zum Heizen von Maschinen, welches destillier und seiner fluchtigen Stoffe beraubt ist, ist als Rohpetro leum mit 10 Centavos Gold fur 1 kg Rohgewicht zu be werten und zollfrei zu laasen. -P o r z e l l a n i s o l r t t o r e n und Sicherungen ftir elektrisches Licht sind mi 1,5 Posos Gold fiir 1 kg Rohgewicht zu bewerten und mi 5 % v . W . z u v e m l l e n . -F l i i s s i g e w o h l r i e c h e n d i Seife ist mit 2
more » ... os Gold fur 1 kg einschlieB1. Umhullunl zu bewerten und rnit 65% v. W. zu verzollen. (Bcricht dei Japan. Eine wichtiqe Entcheidung dea Gerichtehofe in 0 s 8 k a beetimmt, dafl die unter dem alten w a r e n s c h u t z z e i c h e n g e s e t z erfolgte Re * trierung vor Vertretern der im Auslande wohnenden g e n t t i m e r For Warenschutzzeichen nach dem neuen Gesetz u n g ti 1 t i sei und daB eine n e u e R e g i s t r i r r u n g notwendigisei -r . Siidnigeria Eine Verordnung (Nr. 4/1913) -Opiuxr Ordinance, 1913 -regelt und beschrankt die E i n f u h r L a g e r u n g u n d d e n V c r t r i e b v o n O p i u m , M o r p h i u m , C o c a i n iind ahnlichen Drogen. A l h cingefuhrte Opium, die Einfuhr darf nur auf dem Seewegc stattfinden, muB in einer von dern Gouverneur fiir dieaen Zweck bestimmten Niederlage gelagert werden ; es darf nux rnit schriftlicher Erlaubnis des obersten Medizinalbeamten oder einer somt dazu befugten Person entnommen und nu1 eingetragenen praktischen &ten, Zahnarzten und mit Gewerbcachein versehenen Drogisten ubcrlassen werden. (The Qoldkliste. Der G e s e t z e n t w u r f uber die E i nf u h r , L a g e r u n g u n d d c n V e r t r i c b v o n 0 p i u m , M o r p h i u m , C o c a i x i iind ahnlichen Drogen ist von den geaetzgebenden Korperschaften angenommen und als Opiumverordnung voin Jahre 1913 (Nr. 1/1913) -Opium ordinance 1913 -veroffcntlicht worden. Die Verordnung wird an eincm vondem Gouverneur zu bestimmenden Tage in Kraft treten. (The Boartl of Trade Journal.) Sf. Belden. A 1 u m i n i u m in glattcn, matten oder glaiizenden Blechen kanii als "Aluminium, gchiimmert, gestreckt odcr gewalzt", z o 1 1 f r e i gelassen wrrden; dagegen unterliegt Aluminium in g e m o d e 1 t e n B 1 e c h e n ,. sowic in farbigen oder mit Aufdruck (impressions) versehenen Blechen der V e r z o 1 1 u n g alcl "A 1 u m i n i u m w a re" Italien. Ein Gesetz vom 25./6. 1913 sieht far das in Italien hergestellte und nach dem Airslandc. a u s g ef i i h r t e B i e r eine E r s t a t t u i i g d e r i -n n e r e n S t e u e r im Betrage von 1,20 Lire fur jeden Grad und jedes Hektoliter, und zwar fur mindcstens 10 und hochstens 16 Grad, vor. Daa Gesetz ist am 1./7. 1913 in Kraft getreten. Z o l l t a r i f i e r u n g v o n W a r c n , A b f a l l e von ungefiirbter k u n s t 1 i c h c r S e i d e , zur Ausfuhr bestimmt, sind, nachdem die Nr. 211 in den Zolltarif eingefiigt worden ist, als "kiinstliche Seidc, ungefarbt, einfach, gedoppelt oder gezwirnt,'L nach T.-Nr. 211a zollfrei zu lasscxi. -K a o 1 , ein Metallputzmittel, bestehend aus einer Mischung von leichtem, bci.nicht mehr als 310" dcstillicrcndcr Mineralolseife, mit Seife, Ammoniak und bTon, mit etwrts Mirbanessenz wohlriechend gemacht (leichtes Mineralol in ciner Menge von mehr als 10 und ,weniger al@O%~enthaltend), ist als "WneraIiile usw.,fandere", nach T.-Nr.'. l l b vertragsmilfiig mit 16 Lire fiir 100 kg zu venollen. -A 1 u -Kaiser). Generalkonsulate in Valparaiso.) Sf * Board of Trade Jounial.) Sf. mit 10% v. Werte. Sf. (Gazetta Ufficiale.) st. ah. 1 9 m w. . p EL 74 m i n i u m b 1 e c h e , auf der Oberflache riffelartig ge-preBt, sind a h BIeche aus Metall jeder Art mit Verzierungen, Musterungen usw. eingepreBt oder gciitzt, wie "Arbciten aus Aluminium" nach T.-Nr. 298d mit 150 Lire fur 100 kg zu verzollen. -Z i n k b l e c h e , auf galvanischcni Wege vermessingt, auf der ganzen Oberfliiche mit eingepreBten Riffclungen versehcn, sind ah "Arbeiten aus Zink" nach T.-Nr. 297c 2 vertra smiiflig mit 12 Lire ftir 100 kg zu verzollen. RaUland. Der Minkterrat in Petemburg hat bcscbloesen, angesichta des Ausstandes in Baku und der Naphthateuerung zeitweise die z o 11 f r e i [. E i n f u h r v o n N a p h t h a aup dcm Ausland zu cstatten. AuDerdem wird den Staatabahnen 60 Mill. Pud Zohlen und der Wladikawkasbahn bis 10 Wll. Pud Kohlcn zollfrei im Auslande einzukaufen erlaubt. dn. (Bolletino del B e contreversie ctc.) st * Marktberieh te. Vom oborschlesischen Kohlenmsrkt. Die Lage dea Marktes ist giinstig geblieben, und die oberschlesische Kohlenkonvention hat infolgedessen die Preise vom 1./9. ab erhoht, und zwar um 90 Pf. pro Tonne bei Grobkohle, was tatslichlich eino Preiserhohung bedeutet, da cin Sommer-Bbschlag nicht shttgefunden hat. Fiir Industriekohlen blciben die Preise unverandert. Der oberschlesische Bergficlkus wollte urspriinglich gegen die Einfiihrung des Winterzuwhlagee ftir das Inland sich ablehnend verhalten und nur h e r Preiserhohung fur den Export zustimmen, hat aber 3chlieBlich diesen Standpunkt aufgegeben, so daB auch er [lie Kohlenpreise furs Inncngebiet entsprechend dcn Konventionspreisen erhoht hat, was er ohne merklichen Schadexi fur sich auch tun konnte, da seine Kohlenqualitat als Hausbrandkohleund gegen die Preieerhohung dieaer Kohleniorte straubte sich in c r a t e r h i h e dcr Fiskrwnur wcnig Verwendung findet ; die fiskalische Grobkohlc ist vielmehr ?ine sehr geschatzte Ga8kohle. Was den Absatz der einzelnen Kohlrnsortiw aiilruigt, 50 hat Rich darin eeit unserrm lctzten Berichte nichta geindert. Der Abruf ftirs In-iind Ausland ist glrichniiiBig stark, und die Grubeii Hind iiicht in der Lagc, den hstellun-;cn prompt nachzukomnirii, schon aux dem Grunde, wril lcr Arbeitcwnangel an 1iiti.xisitiit weiter zunimnit. Auf rcrschiedenen oberachlcsischen Bergwerken ist man, wohl :ur Beruhigung dcr imincr noch aiifgeregten Arbeiter, zur Herabsetzung der Schichtdaucr iibergegangexi. Auf eiiiigexi h b e n von der zehn auf tlic neunstiindige, auf anderen ron der neun-auf dic achtsttindige Arhitszeit, was jedoch :(I einer grohren Forderleistung nicht fiihrcn kann, da die ibbauorte nicht voll belcgt werden konncn. Eine Stapcun von Kohlen ist unter diesen Umstanden vdlig ausge-.chfossen, und doch iviirr es nur vorteilhaft fiir die Gruben, Venn sie far die Winterinonate einige Vorrate hatten, urn tus diesen die starken Verladungen zu crganzcn. Im August diescs Juhrcs sind die Hauptbahnvrrladungen ucht so hoch wie im Vormonat, aber iminer noch bedcutend toher als im August des Vorjahres. Daa Exportgeschiift ist iiuBcrst lebhnft, und die Gruben Lonnen den an sie vom Auslande gestelltc-n Anfordcrungen ;ar nicht nachkommrxi. -a. Vom Siogerlilnder Eisenmarkt.. Die Lag[% drx: Marktcs iat sich deutlich vcrschlechtert: Die Preise sind stark zuuckgcgangen, der Bcschiiftigungsgrad irn Siegcrlande laBt chon vie1 zu wiinschen ubrig, und auch der Bcstand an Luftra en laBt sich nur schwer crgiinzen, da die Kaufer zuchizftigfen Martinwerke haben hijchstcns noch fur einige Lickha ' f tend sind. Die im allgemeinen noch ausrrichend be-74
doi:10.1002/ange.19130267002 fatcat:iwxdbsmwqzb6tgwbxdplhqeere