Brunnenwasser zu Rheims

1851 Archiv der Pharmazie  
Schwefelarsen ist aber nicht dasEinzige, was man in den Uineralwassern antriBt. Hr. B I o n d e a u hat in den Thermen zu Chaudesaignes Schwefeleisen, Schwefelarsen, Schwefelbraunstein in Quantitaten gefunden, die betrachtlich genug waren, urn starlie Inkrustationen von Schwefel hervorzubringen. Dr. Droste . Brunnenwasser zu Rheirns. ll a u m i: n e giebt u n s in Folgendem die Ilesultate seiner Untersuchungen der Brunnenwasser zu Rheims. '1) Er fand in keinem Wasser in und um Rheims Magnesia,
more » ... rufte daher die Ackererde, die Kreidc und selbst den Torfgrund der Gegend. Dieses Mangels ungeachtet sind die Einwohner, so lange sie alleiri von ihrern Brun-nenwaSser tranken, schrecklich von Krijpfen heimgesucht. Untenstehendes Gutachten muss die grosste Verwunderung in gedachter Hin.sicht erregen, und darf seiner Merkwurdigkeit wegen hier nicht ubergangen werden. eWir Decan, Doctoren und Professoren an der Universitiit zu Rheims bezeugen hierrnit, dass, so lange wir die Arzneikunde in dieser Stadt ausuben, wir eine Unzahl von Wenschen, die mit sogenannten incuraheln Krankheiten behaftet waren, angetroffen hahen. Wir glauben, im ganzen Kijnigreiche gabc es keine Stadt, wo man so viele Kropfe, Krebsschaden, Drusenverhartungen, Sackgeschwulste, 111 el i co r is, Speck g esch w ul s t e u n d u b e r 11 a u p t K ra 11 k 11 ei ten kalter Feuchtigkeiten bemerkt, als hier.cc aEs giebt wenige Farnilien, die nicht mehr oder weniger an diesen Uebeln leiden, und wenn die Verschwiegenheit, die wir Aerzte beobachtcn mussen, uns nicht den Mund verschlosse, so wbrden wir das Publicurn uber unser Elend in Erstannen Setzen. Es Seschieht sehr oft, dass, indem wir unsern Eleven anatomischen Unlerricht gehen, wobei im Hlitel Dieu an aculcn Krankheiten Verstorbene,
doi:10.1002/ardp.18511160316 fatcat:amxu5krl7vdahksfvtcznainte