Der Beitrag von Francesco Buzzi zur Entdeckung der «Macula lutea» und der «Fovea centralis» des menschlichen Auges

Luigi Belloni
1983 Gesnerus  
Anatomie und Chirurgie besuchte. Dies ermöglichte es ihm dann, an demselben Krankenhaus ein höherer Chirurg und Augenarzt zu werden. In der soeben erwähnten Arbeit aus dem Jahre 1782, beschrieb Buzzi eine Präpariermethode, um direkt am frischen Augapfel den Mechanismus des Sehens zu studieren. Die Methode war darauf ausgerichtet, während der zur Prüfung notwendigen Zeit, die Verdunstung und demzufolge das Erschlaffen des Augapfels zu vermeiden, so daß die Form, die Verbindungen und die
more » ... en und die Beziehungen zwischen den einzelnen Teilen beibehalten werden konnten, wodurch es dem Beobachter ermöglicht wurde, an einem an Gesamtheit, Straffheit und natürlicher Gestalt vollständigen Augapfel zu arbeiten. Der vom Fett und von den Muskeln befreite Augapfel wurde, an dem durch eine Pinzette gehaltenen Sehnerv hängend, mehrmals und in geeigneten Zeitabständen in eine Mischung von 6 Teilen geschmolzenen Wachses und 1 Teil Terpentin getaucht, so daß er sich am Ende der Behandlung in einer festen, zwiebelartig geschichteten Umhüllung befand. Es wurden dann zwei Kalotten der Wachsschale entfernteine vordere und eine hintereum die Hornhaut bzw. den Ansatz des Sehnervs mit dem der Hornhaut entgegengesetzten Teil der Sklera bloß zu legen. Daraufhin, und je nach den verschiedenen Experimenten, ging Buzzi dazu über, die Augenhäute einzeln oder gemeinsam zu entfernen und in gewissen Fällen einige oder alle Säfte abzusondern. Der Verfasser ist in seiner Darstellung derart bescheiden, daß Gesnerus 1/2 (1983)
doi:10.1163/22977953-0400102004 fatcat:sqxgoskqszgfthmaxnqwdmdebi