Seniorenbewilligung pragmatische Lsungsanstze

Hanspeter Kuhn
2019 Schweizerische Ärztezeitung  
Ausgangslage Die Zürcher Seniorenbewilligung wurde 1995 in Hinblick auf das Inkrafttreten des KVG geschaffen. Mit ihr konnten die nicht mehr in einer eigenen Praxisinfrastruktur tätigen Seniorenärztinnen und -ärzten ihre nächsten Angehörigen und den engsten Freundeskreis weiterhin versorgen; die von ihnen verschriebenen Medikamente wurden weiterhin von der Kasse bezahlt. Eine gewerbliche «berufsmässige ärztliche Tätigkeit» war «mit der Seniorenbewilligung nicht mehr erlaubt». Die
more » ... Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat 2017 beschlossen, diese Bewilligung ab 2018 nicht weiterzuführen [1]. Neu wurde ausgeführt, Bewilligungen für die fachlich eigenverantwortliche Tätigkeit könnten nur erteilt werden, wenn «alle Bewilligungsvoraussetzungen erfüllt sind und die Berufspflichten bezüglich Erfüllung der Fortbildungspflicht und haftungsrechtlicher Deckung vollumfänglich eingehalten» würden. Zudem müsse ab dem Alter von 70 Jahren alle drei Jahre die gesundheitliche Befähigung zur Berufsausübung ärztlich bestätigt werden [2]. In der Antwort auf eine Interpellation im Kantonsrat [3] führte der Zürcher Regierungsrat aus, für eine Seniorenbewilligung gebe es «weder im Bundesrecht noch im kantonalen Recht eine gesetzliche Grundlage».
doi:10.4414/saez.2019.17817 fatcat:zdpmvm4lizhfxpghnua2mknfce