Vita Rumphii, Plinii Indici, accedunt specimen materiae medicae Clavisque Herbarii et Thesauri Amboinensis, quae munus professoris Medicinae ordinarii in universitate Regia Vratislaviensi literaria rite auspicaturus gratiosi Medicorum ordinis auctoritate edidit et die Augusti 1833, palam defendet A. W. E. Th. Hentschel, Med. et Chir. D. et Prof. Medicus clinicus Collegii examin. adscriptus Soc. bot. Ratisbon. phil. med. Erlang. etc. Vratislaviae apud Schulzium et Socios 1823. mit einem Titelkupfer

1835 Archiv der Pharmazie  
190 35 heterolictum Roxb. l. c. M. monadelj'phum Hoxb. in cat. merc. angl. I d . or. Coccubs suberosus D. C . und vielleicht C. orbiculatm, Zacunosus und Javescens desselben Gelebrten. -Die fehlerhaften Abbildungen yon R h e e d e und R u m p h. Eine kleine aber klassische Schrift iiber einen grossen und wiirdigen Gegenstand iiber das Leben, die Thalen und Endische W e r t yon F r a n p o i s V a l e n t y n , Prediger auf A'mhoina und Banda, "AZtund N e u -Ostindien'< betitelt. "Dordrecht en
more » ... sterdam 1724. in-Folio in V Deelen.'c Unser Verf. niacht darauf aufmerlcsam, rlass man den vorerwiihnten lltern V a l e n t i n , der aus den Acten und Privatschriften der Batavischen Societnt Alles, was Natur-und politische Geschichte yon Indien betraf, mit dem grijssten Fleisse zusammengetragen hat, mit dem eben gedachten reformirten Prediger V a l e n t y n , der lvon 1686 bis 1696, w o e r nach Europa zuriickreisete, auf Amboina gelebt und in yertrautem Umgange mit R u m p h gestanden hatte, weil er ebenfalls ein Liebhaber der Naturgeschichte und Pliysik war, nicht mit einander verwechseln diirfe. Der letziere war Angenzeuge von R u m p h ' s Leben und Thaten, und obgleich er lteine Lebensbeschreibung seines Freuiides entworfen hat, so hat er doch die Jahrbucher von Amboina aufgezeichnet, in welchen das Verzeichniss der M2nner , die in jedem Jahre bei der Regierung angestellt waren, und i n welchen auch die Verhaltnisse Rumph's aut Amboina und die Aemter, die er dort in jedem Jahre verwaltete, bis an seinen Tod genau angegeben sind ; die Rechte, Pffichten, Vortheile und Wiirden, kurz alle Zussern und innern Verhaltnisse, die mit R u m p h's Aemtern auf Amboina verbunden waren, erfahren wir durch ihn am genauesten. Er kam nach R u m p h ' s Tode, mit dessen Familie er indessen verwandt geworden war, 1707 wieder nach Amboina zuruck, und blieb bis I 714, wo e r wieder nach Europa zuruckkehrte, weil er nicht so aufgenommen und mit der Achtung behaiidelt w u d e , die er verdiente, der Partheigeist , Neid iind Chikane hatten es sogar so weit gebracht, dass seine grossen Verdiensie urn dieses Land vernichlet, d. h. dass die heilige Schrift, die er zum Besten cles Volks ins Malaiische iiber'selzt hatte, mit den Erklhrungen der heiligen Biicher ungedruckt blieben ; bald darauf st arb er yor Gram. -In den Schriften dieses Mannes fand unser Verf. alles, was R u m p h betraf, richtiger und vollstIndiger, als im P e t i t -T h o u a r s. -Endlich hat unser gelehrter , scharfsinniger und zu dieser grossen Arbeit ganz vorbereiteie Hr. Verfasser am. Schlusse der Lebensbeschreibung R u m p h ' s zum Besfen derjenigen Aerzte, die nicht sowohl R u m p h's Leben und Schicksale, als seine Werke interessi-i 93 ren, ein Verzeichniss von PBanzen ails clem Amboinischen KrIuterbuche, welche auch von den neuern Aerzten und Eotaniltern richfig erlrannt und besiimmt sind, angefiigt, vorziiglich aber auch diejenigen Pflanzen darin genannt, von denen die Heilltr8fie bei unsern Aerzten noch zum Tlieil unbekannt sind. Hier beginnt gleichsam der zweite Theil dieses Biichleins, belilelt : Specimen materiae meaicae Humphianao, und dann folgt der drifte, betitelt: Clavis Operurn Humpliii, und da ist das ersle Opus Rump7iii das €€erbariunz Amboinense. Da siehen in der einen Columne E u m p h ' s Pflanzennamen und in tler andern die Pflanzennamen der neuern Botaniker, nach diesen ist R u m p h ' s Calappa oder Palma indica major, Cocos nucLyera, und I'inanga ist Areca Catechu L. etc. und das zweite Opus ist der Thesaurus Amboinensis; auch hieriiter isi in dem Claois zoologicn AuFschluss gegeben und zwar zufolge der Zahl der Kupfertafeln und der einzelnen Figuren, auf denselben stehen die Lamark, schen Namen : .A. Paliurus iiomarus , B. PaZaemon carcinus, C. ScyZZar* arcticus , D. Scyldarus orientalis, E. Squilla macidata, F. SquiZZa ScyZlnrus LamarEii etc. H.J.Eirgus Latro Leac7iii. So geht es die ganzen 16 Tafeln des ersten Buchs bis Gorgonocephabs verrucosus Sc7~weiggeri, Yirgzdaria austrn lis Lam. etc. fort. Von Tab. I 7 his 49 in1 zweifen Euche werden die zahlreichen Schnecltenund Muschelschalen nach E r u g i e r e, L a m a r k , L i n n k , S c h r o e t e r , M a r t i n i und C h e mn i t z , S c h u b e r t und W a g n e r , C u v i e r und S c h i n z genannt j kinige Brebse im ersten Buche sind auch nach Lat r e i 11 e's Genera Crustaceorurn e t Ins. genannt. Diese CZayes oder Aufschliisse iiber die von R u m p h beschriebenen urid entdeckten Thiere und ffianzen machen das d i e griindliche W e r k nun erst recht brauchbar. Allerdings hat der fleissige Herr VerF. bei der Bearbei-Arch. d.Pharm. 11. Reihe. 11. Bda. 2. Hft. 13
doi:10.1002/ardp.18350520222 fatcat:dhqdvj76ebfmjn2hnxdixwmqke