Zur körperorientierten Psychotherapie bei Borderline-Patienten [article]

Sabine Trautmann-Voigt, Bernd Voigt, Leibniz Institut Für Psychologische Information Und Dokumentation (ZPID)
2020
Zusammenfassung Die Notwendigkeit des reflektierten Einbeziehens des Körpers in das therapeutische Handeln wird inzwischen differenziert durch die Forschungsergebnisse der Grundlagenforschung bestätigt (neuere Säuglingsforschung, Hirnforschung usw.). Die Sprache des Körpers dient dabei einer vertieften oder erweiterten therapeutischen Kommunikation. Körpererlebnisse werden im Körpergedächtnis gespeichert und bleiben ein Leben lang wichtig für die zwischenmenschliche Kommunikation und für die
more » ... ekt- und Selbstregulation. Die Bewegungsmuster von Borderline- und Traumapatienten sind häufig erheblich gestört. Die Autoren befassen sich eingehend mit den hieraus resultierenden spezifischen Problemen für Körperpsychotherapeuten und beziehen dies auf die Therapiegestaltung, den Umgang mit Strukturdefiziten, den Umgang mit der Psychodynamik, sowie auf die Indikation und die Art der Beeinflussung von Körperzuständen. Anschließend werden die Therapiephasen in der Borderline-Behandlung unter der Perspektive von Körperpsychotherapie beleuchtet. Die positive Körpererfahrung ermöglicht grundsätzlich eine kognitive Umstrukturierung und Neugestaltung von belastenden Erfahrungen. Drei übergeordnete Therapieprinzipien für körperpsychotherapeutische Interventionen werden identifiziert und differenziert. Schlüsselwörter Sprache des Körpers, Borderline-Störung, Trauma-Patient, Therapiedesign, Therapieprinzipien, Therapiephasen. Abstract The reflected approach to the body within the therapeutic setting meanwhile is acknowledged by the results of basic scientific research (infant research, brain physiology etc). The language of the body supports a more deepened and differentiated therapeutic communication. Body experiences are memorized in the body memory. They will remain important lifelong for the interpersonal communication as well as for the affect- and self regulation. The moving patterns of borderline and trauma clients often are disturbed. The authors consider well what this outcome specifically means for body-psychotherapists. [...]
doi:10.23668/psycharchives.3953 fatcat:ogc5dq5iyfffjghlovu7e2jqh4