Über den Energiebedarf künstlich genährter junger Säuglinge

Martin Calvary
1911 European Journal of Pediatrics  
Die ti~gliche Erfahrung lehrt, dal~ sich fiir den NMlrungsbedarf des kiinstlich gen~hrten S~uglings keine Normen aufstel]en lassen. Es ist ratsam, in jedem einzelnen Falle die optimale Nahrungsmenge zu suehen, die einen guten Anwuehs bewirkt, ohne zu den Sehiidigungen der Uberfiitterung zu fffhren. Dennoeh ist man seit langem bemiiht, aus grSBeren Beobaehtungsreihen einen Mittelwert fiir den Nahrungsbedarf des gesunden, gleichmgBig gedeihenden Kirtdes zu berechnen. Ca m e r e r hat als erster
more » ... r hat als erster den Nahrungsbedarf in der Form yon Wgrmeeinheiten darzustellen versucht und damit eine neue MSglichkeit geschaffen, versehiedenartige Nahrungsmittel in ihrem Werte fiir den Stoffhaushalt miteinander zu vergleiehen. Es liegen seither eine Reihe yon Beobachtungen vor, in denen der Brermwerg der vom Sgugling getrunkenen Nahrungsmengen bestimmt oder wenigstens bereehnet ist. Diese Beobachtungen betreffen vorwiegend Brustkinder und haben zum Ergebnis, dal3 das Verh~il~nis der Nahrungsmenge --in Calorien ausgedriickt --zu 1 kg KSrpergewicht, der "Energiequotient" (Heubner), ungef~hr 100 betragen muB, wenn das Kind regelmgBig zunehmen sol]. Bei kiinstlicher Er-n~hrung fordert Heubner im ersten ttMbjahr einen Energiequotienten yon 1201). Abgesehen yon den ersten beiden Lebenswochen, in denen die Nahrungsaufnahme geringer zu sein pflegt --"in den ersten 10 Lebens-1) Heubner, Zeitschr. f. phys. u. digt. Ther. 5, Hef~ 1. 7* 157
doi:10.1007/bf02086966 fatcat:aj3zrs4t3zajpbnuvwgr6vlveq