Sprechsaal

1899 Zeitschrift für Assyrologie und Vorderasiatische Archäologie  
Aus einem Briefe des Herrn Professor P. Jensen an C. Bezold. Marburg, den 27. Aug. 1899. Die herrschende assyrische s-j-Theorie hält den Thatsachen gegenüber nicht Stand: Es lässt sich sowenig ein allgemeiner Uebergang von s in s, wie einer von s in s nachweisen. Vielmehr beruht s für assyrisches s sogut wie s für assyrisches s in den assyrischen Inschriften lediglich auf combinatorischem Lautwandel. Und zwar wird, abgesehen von den bekannten Fällen von Assimilation oder Dissimilation, speciell
more » ... imilation, speciell im Assyrischen s zu s unmittelbar vor $, k, k, p und vielleicht t sowie u,*} und s zu s vor b, r und auch hinter r. Also s zu s durch Assimilation an stimmlose Laute, j? zu s durch Assimilation an andere Laute, das stimmhafte b und das wohl auch stimmhafte r. s steht eben im Assyrischen den stimmlosen Lauten näher wie s und s wenigstens dem stimmhaften b näher wie s. Aus diesem Grunde finden wir auch im Assyrisch-babylonischen / für urspr. b in \Vöftern mit davor oder dahinter und s für ursprünglicheres ^ in Wörtern mit b davor oder dahinter: ipfsu = »binden« == .tttori; ipisu = »machen« zu 3 ; dispu = UC1; pasäfyu = i~Uiy; $ip(b)uszpäti zu 2 >. -bussuru zu " 2; busumtu wohl zu Dfed; kabsu zu W^2\ kabäsu zu ^32; jziw zu J73# (und i) So, d. h. vor 2^, auch im Babylonischen. Brought to you by | University of Arizona Authenticated Download Date | 5/30/15 1:32 AM
doi:10.1515/zava.1899.14.1.182 fatcat:sex7vo2fcjbhtm6fmjmoqi2buu