Zur Kenntnis aromatischer Arsenverbindungen I. Überp-Nitroso-phenylarsinsäure

P. Karrer
1912 Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft  
In ganz gleicher Weise wurde dann schlieBlich auch noch d a s N i t r o s o -t r i a c e t o n a l k a m i n mit Zinnchloriir behandelt; es ging aber, wie wir fanden, hierbei quantitativ in T r i a c e t o n -a l k a m i n uber. Es erscheint im hiichsten Grade wahrscheinlich, da13 im Falle des Nitroso-triacetonamins und Nitroso-vinyldiacetonamins die Nitrosogruppe zuniichst reduziert und dann als Hydroxylamin abgespalten wird, welch letzteres sich nunmehr mit dem gleicbzeitig entstandenen
more » ... entstandenen Triacetonamin und Vinyldiacetonamin umsetzt. A19 seinerzeit Heintz') die E i u w i r k u n g v o n S i i u r e n a u f d a s N i t r o sot r i a c e t o n a m i n untersuchte, beobachtete er, daB hierbei in sehr kleiner Menge das Salz einer B a s e entsteht, der er auf Grund seiner Analysen des Hydrochlorids und des Platinchlorid-Doppelsalzes die empirische Formel CgHIB ON2 zusprach. Fur die Entstehung einer solchen Verbindung faud er jedoch keine einleuchtende Erkliirung, und so begnugte er sich mit der Bemerkung: *So muB also eina reduzierende Wirkuhg stattgefunden haben, deren Ursache vorllufig unbekannt ist.c Wir vermuten, daB die in Rede stehende Substanz eher Triacetonamin-orim als N-Amino-triacetonamin war, dessen Formel C g & S ONz sein wurde; die von H e i n t z angegebene Ausbeute (0.6 g aus 40 g) ist jedoch riel zu klein, urn eine Entscheidung dariiber zu ermoglicheu, ob uusere Vermutung zutrifft oder nicht. P. Karrer: Zur Kenntnia aromatischer Areenverbindungen I. tfber i o -N i t r o e o -p h e n y l a r a~~~~e . (Eingegangen am 19. Juni 1912.) Trotzdem die Pharmazie nach den wunderrollen Untersuchuogea von E h r l i c h aus den aromatischen Arsenverbindungen einige ihrer allerwichtigsten Heilmittel erhalten hat, so erscheint doch das ganze Gebiet i n chemischer Hinsicht uoch recht einformig. Eine ganze Anzahl von Funktionen, die in den gewohnlichen Benzol-, Naphthalin-, Anthracen-Derivaten schon lange untersucht und wohlcharakterisiert sind, sind in der Reihe der aromatischen Arsenverbindungen nocb I) A. 187, 233.
doi:10.1002/cber.19120450284 fatcat:ndz7b6rpf5atpcpavs7jqgwptu