Über das Überleben von Teilen

Eugen Schultz
1912 Development, Genes and Evolution  
Die Aufg'abe, die ich mir in der vorliegenden Versnehsreihe gestellt habe, bestand darin, alas LTberleben yon Gewebek0mplexen zu studieren, nieht das Uberleben einer isolierten Gewebeart, sondern yon Gewebegruppen, die gerade in einem gewissen Organe oder Teile eines Tieres,;vereint sind. Mich interessierten die Fi~lle, wo eine Regeneration ausgesehlossen war. Abgesehen yon morphologischen und physiologisehen ~ebenresultaten, die sich bei solehen Untersuehnngen ergeben k(innen und aueh wirklieh
more » ... ergeben haben, d. h. yon Resuttaten, die ein Licht bald auf die normale Struktur des betreffenden Organs, bald auf seine Funktion werfen, waren es zwei Gesiehtspunkte, die ieh vor allem im Auge hatte: Erstens, ob ein >>Kampf der Teile, zwisehen den amputierten Geweben vor sieh geht, ob Uberhaupt eine feste Reihenfolge im Sehwunde tier Zellarten beobachtet werden kann, was wiehtig fur die Auffassung der inneren Zweckmi~Bigkeit ist, und zweitens, ob eine Regulation aueh in abgetrennten K~rperteilen vor sich geht, wenn Regeneration ausgesehlossen ist. Beides ist wiehtig fur die Enteleehiefrage. Wir kSnnen iiberhaupt zu der Frage kommen, ob nieht regenerations-und nieht regu-]ationsfithige K~rperteile, die naeh DmESClZS Terminologie keine >~Enteleehie~Zmehr aufweisen, noeh als Ganzes, als lebend aufge-faBt werden k(innen; oder ob nut die einzelnen Zellen ihre Selbst-
doi:10.1007/bf02292201 fatcat:afax3exaondcvn4lzkxks7h5te