Ueber Trichloranilin

Demselben
1866 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
Anschliefsend an vorstehende kleine Mittheilung uber T;ichlornitrohenzol erlauhe ich mir hinzuzufiigen, dars dieser Kiirper eiri sehr brauchbares Material zur Bereitung von Trichloranilin abzugeben schien, wenn derselbe der Einwirkung reducirendcr Agentien ausgesetzt wiirde. Da dieses indifferente Chlorsubstitutionsproduct des Anilins meines Wissens bis jetzt hauptsachlich AUS dem Indigo und nur in selir geringer Menge auf uinsliindliche Weise aus den Derivaten des Phenyls erhalten wurde, so
more » ... halten wurde, so stellte ich folgenden Versuch an. Trichlornitrobenzol wurtle rnit einer hinreichenden Portion Salzsaure, Zirin und Alkoliol i s einern Kolben so lange erhitzt, bis Alles aufgelost war. Beini Erkalten der Fliissigkeit schieden sich nadelfdrrnige Krystalle ab ; die erstere wurde init Wasser verdiinnt, worauf sie sich, unter Abscheidung eines weifsen krystallinischen Niederschlags, aus feinen Nadelchen bestehend, trubte. Um die letzleren zu samrneln verfiihrt man am Besten auf die Weise, dafs inan das Ganze zum Kochen erhitzt , wodurch die Krystallchen schrnelzen. Nach dern Erkalten lBst man die strahlig-krystallinische Masse sainmt den schon gewonneneii Krystallen in keltem Alkohol, leitet zur Abscheidung des noch anhangenden Zinnsalzes Schwelelwasserstoff durch die Fliissigkeit, Gltrirt ab, danipft ein und lafst krystallisiren. I. 0,3765 Grm. der iiber Scbwefelskure getrockneten Krystalle mit chromsaurem Blei uiid vorgelegtem Kupfer verbrannt gaben 0,503 CO, = 0,1371 C und 0,075 HO = 0,00833 H. 11. 0,4235 desgl. lieferten 0,566 COP = 0,1545 C und 0,0825 HO 111. 0,8195 Grm. Substanz mit Kalk geglubt gaben 1,804 (!hlor-= 0,00916 H. silber = 0,4461 C1.
doi:10.1002/jlac.18661370113 fatcat:dy646opysbaonmlnhmombowaom