Plötzlicher Tod bei Tetanie

Tomoji Iwabuchi
1922 European Journal of Pediatrics  
Es ist seit langem bekannt, dab bei allen Formen der Spasmophilie plStzliehe Todesfitlle durch Herzstfllstand vorkommen k6nnen, insbesondere beil Kindern, die an Glottiskrampf oder an exspiratorischer Apnoe leiden, und zwar insbesondere wahrend des Anfalls. Seltener kommen Herzstillstande im eklamptischen AnfaU vor; mitunter werden sie aber aueh beobaehtet, ohne dab irgendeine bestimmte ~tiologisehe Ursaehe naehgewiesen werden kSnnte. Es kann ein Kind noch vor wenigen ~Iinuten seine Mahlzeit
more » ... getrunken haben; kurz darauf wird es tot im Bette gefunden. Von vielen Seiten wurde darauf hingewiesen, dab Kinder mit Status thymicolymphaticus yon einem solehen tterztod bedroht werden. Man hat angenommen, dal] in derartigen Fallen eine Herztetanie vorliegt, eine in der Bahn des Vagus oder Sympathicus verlaufende Krampfform der spmsmophilen Diathese. Ibrahlm meint, daft in einem Tefl jener Falle, die im laryngospastisehen AnfaU oder ohne einen solchen plStzlich im Verlaufe einer Tetanie starben, das plS~zliehe Versagen des Herzens als primates Tetaniesymptom zu deuten isb, als eine den Karpopedalspasmen, dem Glottiskrampf, der Eklampsie koordinierte Erscheinung und bezeichnet dieses plStzliche Versagen der Herzt~tigkeit als Herztetanie. Es wurde mitunter beobaehtet, dal~ eine iibergroBe Mahlzeit, die hastig genommen wurde, unmittelbar dem plStzlichen Versagen der Herzt~tigkeit vorausgegangen ist, welehe Ursaehe an einen nervSsen reflektorisehen Zusammenhang mit den InnervationsstSrunge~ des Herzens denken liel~, an ein t~bergreifen des Reizes auf die im Vagus verlaufenden ]-Ierznerven. Hering betont
doi:10.1007/bf02222549 fatcat:eualxmvijzfevhrijw3navww3q