Über die Anwendung der Suprareninanämie bei Operationen am Schädel und der Wirbelsäule

H. Braun
1910 Deutsche Zeitschrift für Chirurgie  
~i o m b u r g hat kiirzlich die Methoden der provisorischen Blutstillung durch Umlegen des E s m a r c h schen Schlauchs um die. Taille bereichert. Ein anderes, ~ilteres Verfahren der provisorischen Blutstillung, dessen Anwendungsgebiet weir gr6Ber ist, als das der leider nicht ganz gefahrlosen M o m b u r g schen Blutleere, die Suprareninall~imie, hat bei den Chirurgen noch nicht diejenige Beachtung gefunden, die es verdient. Die Suprarenin-an~imie ist denjenigen, welche m eine
more » ... eine LokalanSsthesie anwenden, ein angenehmer und erfreulicher Nebenbefund. Sie ist aber viel mehr als das, sic ist bei vMenOperationen ebensowichtig oder wichtiger, wie die gleichzeitig gewonnene LokalanSsthesie. Mein Assistent Dr. P e u c k e r t *) hat kiirzlich dies Thema ausfiihrlich mit besonderer Beriicksichtigung der Operationen an den Stirnh6hlen, den Kiefern und der Zunge behandelt. Er hat geschildert, wie Lokalan'asthesie und Suprareninan:,imie das Aussehen dieser Operationen, zumal der Oberkieferresektionen und Zungenoperationen total ver~indert, wie sie deren Ausfiihrung erleichtert, sie gefahrloser und reinlicher maeht. Das eben erw;,ihnte VerhSltnis zwischen Lokalan~isthesie und Suprareninan~imie gilt besonders fiir die Resektionen am Sch~idel und ftir die Laminektomie. Ftir die letztere Operation ist ausreichende Lokalan~isthesie vorl~iufig garnicht zu erreichen, provi-I) Beitrgge zur klin. Chir. t3d. 66, S. 377.
doi:10.1007/bf02793565 fatcat:vthl4w4btzfznhdefkfq5mjmcm