Tagebuch des Kölnischen Rathsherrn und Gewaltrichters Jan van Brackerselder

G. Eckertz
1859 Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein  
Vorwort. Der nachfolgende Schluß des Tagebuchs von J a n van Brackerfelder führt den S treit über den Duffesbach, so weit er von ihm erlebt wurde, bis zu Ende. Ein Vergleich kam erst im Jah re 1617 (Urkunde im Hauptarchive zu Köln) zwischen Anton von Harf, Wilhelms Sohne und Erben, und der S tadt Köln zu Stande, in welchem ersterer den Kölnern außer den bestehen den dreizehn Sprüngen noch neun andere gewährt und ihnen die Erlaubniß gibt, dieselben zu fegen und in Stein zu faffen, ferner sich
more » ... fen, ferner sich verpflichtet, keine Stauung des Wassers eintreten zu lassen und dasselbe zu seiner "Nothdurft", für seine Benden, Mühlen und für eine Fontaine so schonend in Anspruch zu neh men, daß demselben der "stätige, gewöhnliche Abfluß" nicht ge nommen werde. Die Kölner bezahlten dagegen, nachdem der Vertrag unter dem 12. J u n i 1618 und endlich auch unter dem 15. August 1645 durch König Philipp V. von Spanien (Ur kunden im Hauptarchive von Köln) die Bestätigung erhalten hatte, die Summe von circa fünf Tausend Reichsthalern. Der Schluß des Tagebuches berichtet ferner über die städti schen Aemter, welche Brackerfelder bekleidete, über seine häus licheil Verhältnisse, über seine beiden. Ehen, seine Kinder, die Taufgeschenke, Aussteuern, die Todesfälle in seiner Familie n. s. w.
doi:10.7788/annalen-1859-jg10 fatcat:j5byirmy3jckzjihm2qag3xiia