ZUR IRISCHEN GRAMMATIK UND LITTERATUR

R. THURNEYSEN
1912 Zeitschrift fur celtische Philologie  
1. adsüithe Lü 86 b 7. Seit Zimmer KZ. 30,98 f. gezeigt hat, dais zum Infinitival anzünden', der später fatod, neuir, adiigliadli, fadogliadh, fadughadli geschrieben wird, als deuterotonierte Form das obige Imperf. Pass, ad-suithe gehört, zu dem sich seither noch das Präs. ad-sui LL 35 a 35, mit Metathesis astoi R Celt. 6,188, pL astuat Expulsion of the Dessi (Eawl. B. 502, ed. Meyer § 20) gesellt hat, gilt es als ausgemacht, dafs ein Kompositum mit soud 'wenden* vorliege. Das geht soweit, dafs
more » ... s geht soweit, dafs Strachan in dem posthumen Werk Stories from Hie Tain, an das er ja freilich die letzte Hand nicht mehr hat legen können, S. 7 das Präs, ataiscom beider Handschriften in adsoi-seom verwandelt, um eine echter altirische Form zu bieten. Im Glossar allerdings beginnt sich sein Gewissen zu regen; hier findet sich als Stich wort neben ad-soim in Klammern atk-soim. In der Tat, welche Präposition soll man ansetzen? Ad-, an das Zimmer dachte, ergibt mit anlautendem s nicht at (= add), sondern as(s), Verschlufslaut werden sollte. Denn dafs t diesen Wert hat, wird ja aufser durchs Neuirische schon durch die alte Schreibweise ra-adddi, naro-addaide (Contrib.) erwiesen. Somit mufs diese Erklärung aufgegeben werden. Vielmehr ist atud zweifellos aus *ad-douth kontrahiert und ein Kompositum des Verbs doud 'sengen, brennen' (Rev. Celt. 9,482), das heute doghadh geschrieben wird, und das gr. , körn, dewy, dywy, ZUR IRISCHEN GRAMMATIK UND LITTBRATUR. 65 ') Korrekturnote: Barch K. Meyer erfahre ich, dafs auch Zimmer seine frühere Erklärung zu Gunsten der richtigen aufgegeben hat. Zeitschrift f. celt. Philologie VIII. 5
doi:10.1515/zcph.1912.8.1.64 fatcat:jn2p6nf4hfa45clek5zih2f23m