Einführung in die Variationsstatistik, mit besonderer Berücksichtigung der Biologie

W. A. Collier
1922 Molecular Genetics and Genomics  
R e f e r a t e . Collier~ W.A. Einfiihrung in die Variationsstatistik, mit besonderer Beriieksiehtigung der Biologie. Berlin. J. Springer. 1921. 72 S. 8 Textfig. Preis geheftet 33 ~[. Die kleine Schrift beabsichtigt, solche Leser in die Variationsstatistik einzufiihren, denen zum Durcharbeiten grSi~erer Werke, wie derer J o h a n n s e n s und A. L a n g s , die Zeit fehlt. Fiir den Vererbungsforscher werde freilich die Kenntnis jener Werke unentbehrlieh bleiben, wohl aber geniige das
more » ... de Buch fiir Vertreter anderer biologischer Disziplinen, und besonders fiir den Mediziner. Um gerade diesem entgegenzukommen, sind alle Beispiele der Immunitatslehre entnommen und setzen formal die Bekanntsehaft mit dieser voraus. Merkw~irdigerweise sind nur ~Jbungsbeispiele mit ganzzahligen, diskreten Varianten gewahlt. Mathematisch strenge Ableitungen der zu verwendenden Formeln konnten naturgemafi bei der Kiirze der Schrift nicht gegeben werden; nur in einzelnen F~llen wird die Richtigkeit bezw. die Brauchbarkeit der endgiiltigen Formel an Beispielen dargelegt. Je schwieriger die Materie sich im Verlaufe des Buches gestaltet, um so summarischer und kiirzer werden die begriindenden und hinfiihrenden Ausfiihrungen, bis gegen den Schlufi zu die Darstellung nicht viel mehr ist als eine Sammlung nicht weiter erklarter Formeln. Wer yon Variationsstatistik nichts weifi, und insbesondere yon der Notwendigkeit ihrer Verwendung zur Kl~rung biologischer Probleme noch nicht iiberzeugt ist, den diirfte C o l l i e r s Biichlein nieht bekehren. Die grundsatzliche Beschr~nkung auf ganz wenige praktisehe Beispiele (opsonischer Index und Immunitatseinheiten des Diphtherieantitoxins, bei der Korrelation Lange und Breite geometrischer, nicht naher bezeichneter KSrper) liegt sicher nicht im Sinne werbender Wirkung; und auch auf den Vorteil, der aus der statistischen Behandlung der Ubungsbeispiele entspringt, ist nicht ausdriicklich hingewiesen. Wer aber bereits den Nutzen variationsstatistischer Behandlung biologischer Fragen kennt, dem wird C o l l i e r bei der praktischen Arbeit, soweit es sich um die rein mathematische Seite, nicht um die biologische handelt, als iibersiehtliche Formelsammlung gute und hSchst wiinschenswerte Dienste leisten. --Die Darstellung umfafit die disk.reten und die Klassenvarianten, die Berechnung des Mittelwertes in beiden Fallen, das Quartil und den Quartilkoeffizient, Galtons Ogive, Variationspolygon und Treppenkurve, das Binom, die kleinsten Quadrate, die Standardabweichung und den Variationskoeffizienten, die Mode, Sheppards Korrektur, den Vergleieh der empirischen Kurve mit der binomialen, die Berechnung der mittleren und der wahrscheinlichen Fehler des Mittelwertes, der Standardabweichung usw., endlich die statistisehe Erfassung der Schieh
doi:10.1007/bf01958477 fatcat:k7cjc3zclrglhjt4jfcc45bfo4