Die Löslichkeit des Wasserstoffs in den festen Legierungen des Palladiums mit Gold, Silber und Platin

Nach Versuchen, E. Jurisch, A. Metz
1915 Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie  
Mit 13 Figuren im Text. Vorbemerkung. Die Versuche uber das Absorptionsvermogen der Gold-Palladiumlegierungen fiir Wasserstoff hat Herr E. JURISCH im Winterhalbjahr 19lljl2 ausgefuhrt und in seiner Dissertation veroffent-1icht.l Die Untersuchung der Silber-und Platinlegierungen des Palladiums hatte Herr ALFRED METZ im Sommer 1913 ubernommen und im Fruhjahr 1914 abgeschlossen.2 Er war mit einer Studie uber das Verhalten des metallischen Molybdans gegen Gase beschaftigt, als der Krieg ausbrach.
more » ... r Krieg ausbrach. Am 21. August 1914 ist Herr METZ in einem Nachtgefecht bei Dinant fur das Vaterland gefallen. Die von ihm fiir seine Dissertation bestimmten Aufzeichnungen liegen dem 2. und 3. Teil dieser Abhandlung zugrunde. Sie waren so ubersichtlich geordnet, daB sie ohne Muhe benutzt werden konnten, nur die Berechnung der Messungen muBte nachgepruft und erggnzt werden. Einleitnng. Die bisherigen Untersuchungen uber die Loslichkeit von Gasen in Legierungen beziehen sich fast ausschliel3lich auf den fliissigen Zustand der Legier~ngen.~ Soviel uns bekannt ist, liegt uber das Studien uber die Loslichkeit von Gasen in festen Metallen und Legierungen. Leipzig 1912. 2 Einen kurzen Bericht uber die Versuche von JURISCR und METZ habe ich 1914 auf der Hauptversammlung des Vereins deutscher Chemiker in Bonn gegeben. Vgl. das Referat in der Chem. Ztg. 38 (1914), 749. 8 Vgl. SIEVERTS und KRUMBHAAR, Ber. d. deutsch. &em. Ges. 43 (1910), 898. Die in jener vorliiufigen Mitteilung veroffentlichten Ergebnisse sind mittlerweile vervollstandigt worden und sollen bald ausfiihrlicher mitgeteilt werden. Vgl. auch SIEVERTS und BERGNER, Zeitschr phys. Chem. 82 (1913), 257. Z. anorg. u. allg. Chem. Bd. 92. 22 Liebigs Annalen V. Suppl. (1867). S. 58f. GRAHAM selbst wollte sie nicht dafiir angesehen wissen, in der Literatur aber sind sie wiederholt als Gleichgewichtswerte benutzt worden. &fan vgl. z. B. die Angabe von G. N. St. SCHMIDT iiber ein von GRAHAM gefundenes Maximum der Absorption zwischen 97 und 245O (Annalen d. Phys. IV, 13 (1914) 753. Liebigs Annalen 152 (1869), 168. Die Loslichkeit des Wasserstoffs in festen Legierungen usw. 35 1 das Absorptionsvermogen des Palladiums fie1 zunachst und wuchs dann mit steigender Konzentration des Zusatzmetalles. Da Legierungen mit 70, 75 und 80 Ol0 Ag keinen Wasserstoff mehr aufnahmen, so muB die Silberkurve jenseits 50°/0 Ag steil abfallen. Die Palladium-Goldlegierungen sind kiirzlich durch BERRY von neuem untersucht worden. Anfangs wurden, namentlich bei den goldreicheren Legierungen, etwas schwankende Ergebnisse erhalten, doch wurden die Absorptionszahlen ubereinstimmend, wenn die Legierungen vor der Wasserstoff behandlung 2 Stunden lang auf 650 O erhitzt waren. Die von BERRY bestimmte Absorptionskurve ist ebenfalls in Fig. 1 eingexeichnet [Au (B)], sie weicht von der 1 Journ. &em. SOC. London 99 (1911), I, 463. BERRY teilt seine Er-Die gemessenen Zahlen fehlen, gebnisse nur in graphischer Darstellung mit. ebenso Angaben uber die Anzahl der mit jeder Legierung angestellten Versuche. 22 * Zeitschr. phys. Chem. 88 (1914), 103 u. 451. Die im Text beschriebene Einrichtung und das Sicherheitsventil wurden von Herrn METZ erst wiihrend der Untersuchung der Silber-und Platinlegierungen angebracht.
doi:10.1002/zaac.19150920123 fatcat:t6bhojzppvdhbi2mflrkndo2y4