Das Dipropylresorcin und einige Derivate desselben

K. Kariof
1880 Chemical Monthly  
In der Absicllt~ die Reihe der noch wenig bekannten Rcsorcin-i~ther zu vervollst/indigen, habc ich den Versuch gcmacht, die Resorcinpropyl~ither darzustellen. Die Darstellung dieser K~irper bietet keine Schwierigkeit~ wenn man sich der yon J. H a b e r m a n n angegcbenen Methode der Darstellung der Methyliither des Resorcins 1 bedient. Es ist vielleieht nicht iiberflUssig anzuflihren, dass man hiebei ein MolekUl retries Resorcin mit zwei Molektilen propylschwefelsaurenKalis und zwei:
more » ... Kalihydrat innig mischt m'ld das Gemenge in zu= geschmolzenen Glasr(ihren im Luftbade auf ungefithr 160 ~ C. durch 4--5 Stunden erw~rmt. Nach dem Erkalten wird derRShreninhalt nfit tlberschiissig'er~ verdtinnter Schwefels~iurc versetzt,~ hierauf mit Wasser stark verdUnnt und dcstillirt. Gleich am Anfangc der Destillation bemerkt man in der Vorlage (ilige Tr~ipfchen herumschwimmen~ welche sich rasch vermehren. Man destillirt unter Erneuerung des verdampfenden Wassers so lang% als das Ubcrgehende Destillat noch klcine Fetttropfen zeigt. Die in der Vorlag'e milchig trlibe erscheinende FlUssigkeit~ welche, wie ich glcich bemerken will~ das Dipropylresorcin enth/ilt, wird mit ~(ther mehrmals ausgeschtittelt und nach dem Abdestilliren des Athers fractionirt destillirt. Im Destillirgefitsse bleibt cine braune~ triibc FlUssigkeit zuriick~ welche ncben unzersetztcm Resorcin den Monoiither enth~tlt. Man gewinnt zun~chst aus dem w~isscrigen Rttckstande beide ~ Kiirper dutch AusschUttcln mit Ather und kann sie nach dem Verjagen des Athcrs durch fl'actionirtc Destillation trennen. Doch gelingt die Trennung, da ihre Siedepunkte nur wenig verschicde~ Sitzb. d. k. Akad. Bd. LXXIV, II. Abth.
doi:10.1007/bf01517068 fatcat:z3dargtu7rgyhlk2fxjcarev6m