Handelsberichte

1845 Archiv der Pharmazie  
Vereinszeitung. 24.4 dass die Zahl der zu unterstiitzenden Gehiilfen nicht abgenommen hat, und dass, bei der Unzuliinglichkeit der jetzigen Einkiinfte, die Bediirftigen niit einem verhtiltnissnilssig so kleinen Betrage niir unterstiitzt werden Irdnnen, wie zum gewiihnliclien Lebensunterhalte nicht hinreichend ist. M6chte daher unsere freundliche Bitte um Vcrmelirung des Fonds unserer Stiftong durch nienschenfreundliche Gaben vie1 offene Ilerzen und Hiiude linden! Hierzu gebe der H6chste seinen
more » ... der H6chste seinen Segen, an dem Allcs gelegen ist! Erfurt, den 17. Merz 1845. Der Vorstand der Bucholz -Gehlen -Trommsdor5schen Stiftung zur Unterstiitzung aus edienter wiirdiger Apothekergehul f en. Koch. Lucas. Bucholz. F r e n z e l . H. T r o m m s d o r f f . C. S t u m m e . 7) Handelsherichte. ___- Notizen aus englischen Briefen unseres Londoner Cornmimonairs vom Monat Marz 1845. Patchouli, in Hindostan "Pacha Pat" genannt, ist der Kopf einer 2 bis 3 Fuss hohen PIlanze, die nur vonzeit zu Zeit hier vork6mmt. Dasselbe hat einen eigenen scharfen Geruch und wird mit dem Stengel importirt, wie Herba Spigelio Anthelmi, die BIBtter sind aber weit rauher. Dr. P e r e i r a beschreibt diesen Artikel wie folgt: "Die PIlanze ist 2 bis 3 Fuss hoeh, aue der Familie Labiata, und in Penary, Blalay und China zu Rause, von wo das Kraut Patchouli nach Arabien und Hindostan exportirt und dort fiir lebenverlsngernd und als ein Schutzmittel gegen Ansteckung gesciiitst und auch als Parfum verwendet wird. Das im Handel vorkommende Kraut ist der fusslangeKopf der Pflanze und ist in Europa bisher vorziiglich nur in Frankreich in der Erzeugung von Parfumerien verwendet worden. Dasselbe giebt auch cin iitlicrisches Oel, welchee den Geruch der Pflanze concenlrirt enthiilt. Professor Dr. F i c i n u e in Dresden hat die ihm vorgewiesenen von uns ilber Frankreich bezogenen Ptlanzen als Herba. Plectranthi graveol bestimmt. Nun werden wir dieses interessante Kraut auch billiger anschaffen kbnnen. Gummi Eleini. Dieser Gummi kam vor vielen Jahren nur yon Arabien uber Bombay und Egypten und in den letzten vier Jahren wurde cine falsche in Amerilcu fabricirte Sorte in den llandel gebracht, welche hart und hiibsch von Aiisehn war, aber den Eleinigeruch ganz entbehrte. In den letzten 12 Monaten aber ist dieser Artikel nun schon dreimal vou Sincapore in einer elwas weichen abcr stark riechenden Masse iind in Kisten von l+ Cenlner angcbracht und t u circa 9 d. pr.Pfd. verkauft worden. Hr. G u i h o u r t von Paris driickt sich fiber dessen Ursprung wie folgt aus: "Die Pflanze, welche dieser &mmi Elemi lieferl, ist Canarittm Zephyrinurn" sive "Syheslre primum", und wichst auf der Insel Cerani. Wenn sie alt geworden ist, liefert sie eine weiche und weisse zibe Substanz, welche stark riecht, an der Luft gelblicht und beinahe so harL wieWachs wird. Diese ist der fiber Sincapore zugefiihrte Gummi Elemi. Der Preis is1 gegenwiirtig billig. Arch. d. Pharm. XCII. Bde. 2. HR. 46
doi:10.1002/ardp.18450920234 fatcat:i33kvgpqejbhfkbmmkw2igvwca