Ueber die Fällung des Dextrins durch Eisen

Herm Ad. Landwehr
1886 Pflügers Archiv: European Journal of Physiology  
Herm. Ad. Landwehr: Ueber die Fiillung des Dextrins durch Eisen. 321 (Aus dem chem. Laboratorium des physiol, lnstituts zu Wi~irzburg.) Ueber die F/illung des Dextrins dureh Eisen. Yon Herin. ld. Landwehr. In einem Aufsatze: "Ueber Verbindungen des Glycogen nebst Bemcrkungcn tiber die meehanisehc Absorption" (d. Arch. Bd. 27, S. 573) schreibt O. Nasse: ,Ganz entsehieden muss ieh aber bestreiten, dass L a n dw e h r's Methode den ihr besonders zugesehricbenen Vorzug besitze, das Glycogen yon
more » ... as Glycogen yon Dextrin zu trennen, hTieht einmal das am fernsten stehende Achroodextrin wird yon der Fiillung ausgeschlossen u. s. w." Diese Behauptung giebt mir zu cinigen Bemerkungen Veranlassung. Bei meinen Bestrebungen einen Weg zu finden, das thierische Gummi zu isoliren, versuehte ich anch eine Methode, die zuerst yon Roussin 1) ftir das Pflanzengummi angegeben wurde und darauf beruht, dass in der GummilSsung ausfallendes Eisenoxydhydrat das Gummi mit niederreisst. Roussin benutzte diese lgethode zur Trennung yon Gummi und Dextrin. Spiiter ist sin auch zu diesem Zwecke vielfach angewendet worden. So giebt aueh Barfoed in seinem sear zuverliissigen Lehrbuch der organisehen qualitativen Analyse (Kopenhagen 1881) diese Methode an und zwar naeh der alten hngabe yon Roussin. Er empfiehlt die LSsung, welche Dextrin nebcn Gummi enthlilt, "mit einem halbert Volumen Alkohol zu misehen, wobei sin noeh klar bleibt, darnaeh mit einigen Tropfen Eisenchlorid und einem genUgenden Ueberschuss rein zerriebenen kohlensauren Kalks zu versetzen and dieses ganze Gemisch etwa nine Viertelstunde unter hiiufigem Schtitteln stehen zu lassen. Dabei scheidet sich das Gummi als gummisaures Eisenoxyd aus, w~hrend das Dextrin mit dem gebildeten Chlorcalcium in L~sung verbleibt u. s. w." I) S. B ell s t e i n, Handbuch der organ. Cheraie. S. 605 unter Weingummi.
doi:10.1007/bf01654663 fatcat:ddgrdhmmszbnpm7qdy27bhroeq