Risk stratification in motor area-related glioma surgery based on navigated transcranial magnetic stimulation data [thesis]

Tizian Rosenstock, Universitätsbibliothek Der FU Berlin, Universitätsbibliothek Der FU Berlin
2018
Einleitung. Für Patienten mit einem motorisch-eloquent gelegenen Hirntumor hat sich die navigierte transkranielle Magnetstimulation (nTMS) als nicht-invasive Untersuchungsmethode etabliert, um motorisch-funktionelle Areale präoperativ zu identifizieren. Das Ziel dieser Studie war es zu analysieren, ob und inwiefern sich die durch die nTMS-Untersuchung bereitgestellten Daten dazu eignen, das Risiko für das Auftreten einer neuen oder der Verschlechterung einer bereits präoperativ bestehenden
more » ... iv bestehenden Parese in Form eines statistisch prädiktiven Models zu stratifizieren. Methoden. Einhundertdreizehn Patienten, die zwischen Oktober 2007 und Dezember 2014 an einem hirneigenen Tumor in (potenziell) motorisch-eloquenter Lage in der Klinik für Neurochirurgie der Charité operiert wurden, unterzogen sich präoperativ der bihemisphärischen nTMS-Untersuchung. Anschließend erfolgte die Evaluation in der OP- Planungssoftware iPlan 2.0 (Brain Lab), mit welcher eine auf Diffusions- Tensor-Bildgebung basierende Faserbahndarstellung des kortikospinalen Traktes erfolgte. Mit den prospektiv gesammelten Daten erfolgte zunächst eine univariate Analyse bzgl. des motorischen Status nach 7 Tagen (= Entlassungstag) und 3 Monaten. Anschließend wurde mithilfe der signifkanten Variablen eine multiple ordinale logistische Regressionsanalyse durchgeführt, um Prädiktoren für das motorische Outcome der Patienten zu identifizieren. Ergebnisse. Ein verschlechterter motorischer Status wurde in 20% der Fälle nach 7 Tagen und in 22% der Fälle nach 3 Monaten beobachtet. Patienten erlitten nie ein neues motorisches Defizit, wenn der minimale subkortikale Abstand zwischen dem Tumor und der nTMS-basierten Darstellung des kortikospinalen Traktes größer als 8mm war und keine kortikale tumoröse Infiltration des Motorkortex nachweisbar war (p = 0.014). Eine postoperative motorische Verschlechterung nach 7 Tagen war mit einem pathologischen interhemisphärischen Erregungsverhältnis (interhemisphärischer "resting motor threshold" (RMT)-Quotient < 90% bzw. > 110%) a [...]
doi:10.17169/refubium-6070 fatcat:4ndycycwpnhi3kvpf5hesicj4y