Ueber die Buttersäurebildung bei der Umwandlung des Milchzuckers in Milchsäure durch Milch

H. Wackenroder
1847 Archiv der Pharmazie  
In meiner ersten Wittheilung uber die Darstellung des milchsauren Kalks nach der Vorschrifi von Gob le y (dies. Arch. B. 44. p. 257) habe ich erwahnt, dass der so dargestellte milchsaure Kalk wahrscheinlich buttersawen Kalk beigemischt enthalte. Da ich kein Mittel fand, dieses Salz vollstandig von den) milchsauren zu trennen, was doch zur Abscheidung der Milchsaure nothwendig erschien, so wurde versucht, die Milchsiiure rnit Hiilfe von Pflanzenalbumin, ubr$ens aber auf dieselbe Weise
more » ... be Weise hervorzubringen. In der spateren Abhandlung iibcr den milchsauren KaUr (dies. Arch. Bd. 47. p. 257.) ist von dem vollstandigen Gelingen dieser Versuche gehandelt wot-den. Aus einem giihrenden Cemische von Milchzucker, Kreide und einem Kraulersafie, namentlich dem Georginensaft, erbalt man einen von allen fluchligen Sguren, folglich auch von Buttersaure vollig reinen und ganz weissen milchsauren Kalk. Daher sei, meiner Ansicht nach, die Anwendung des Pflanzenalburnins *) in den Krautersafien, besonders irs Georginensafte der Benutzung der Milch zur Hervorbringung der Milchsaure aus dem Milchzucker vorzuziehen. *) la der Znanmmenatellnng anserer Versache Uber die Bildarig der MikhsBnre mittelst der Kr8uterdilIe uad des Eiwebew is( die in den P&lnmsBhen snthalteoe wirksarne Proleherbindung, dsr gewijbnlieban Aasicbt gemles; YRaozenaJbuaia genaoot wordenc WWe B e~~o u s p etiilzl sich auf die AsBalitbkdt der reinerm KriIuterEiifte in ihren Reactionen mit denea &a Tbieralbamine. Insbesondere ist daag Coagulireo beider Albuminarten in der WBrme das gemeinsrm Chamkteristische. Indesoea fiadet doch der nieht uawichtige Unterschied Ewiachen beiden statt, dam das Pflanzenelbumin durch E s s i g B 5 u r e gefeJlt wird, und sicb aoch fiiederecblfigt, wenn die KrtiutersBfte, wahrscheinlich wegeo Bildang von Milchsliure freiwillig sauer werden. Die FBllbarkeit durch Eesigiaare gehdrt aber nach der gegenwlrtigen
doi:10.1002/ardp.18471010204 fatcat:2pb2iqb53vhlxpfphwify6qqcq