Proverbia que dicuntur super natura feminarum

A. TOBLER
1885 Zeitschrift für Romanische Philologie  
Proverbia que dioontur super natura feminarum. Aus der Berliner (Hamilton, Saibante) Handschrift, der ich die Übersetzung des Cato und das Buch des Ugucon entnommen habe, lasse ich nunmehr die "Proverbia que dicuntur super natura feminarum" folgen, früher als die noch ungedruckten Stücke, die ihnen im Buche vorangehen, weil dieses Gedichtes Veröffentlichung mit besonderer Ungeduld gewünscht wurde; ohne grammatische Untersuchung, da diese aufzuschieben kein Bedenken hat; und, um Raum zu
more » ... auch ohne Beschreibung der hier ganz besonders zahlreichen, mannigfaltigen Malereien, die den Text am Rande begleiten (die wohlgelungene Wiedergabe eines Bildes sowie der Strophe, zu der es gehört, findet man in Holz geschnitten im Archiv für Post und Telegraphie 1884 No. 15 S. 461). Das Gedicht, das dem Pateg aus Cremona, dem Verfasser der in der Handschrift vorangehenden Salomonischen Sprüche, zuzuschreiben keinerlei weiterer Grund vorliegt -zwischen beiden Werken steht übrigens noch eine Paraphrase des Paternoster -, ist weit weniger gut überliefert, als die übrigen Werke, die von gleicher Hand geschrieben in dem Buche stehen, und an zahlreichen Stellen habe ich mich genötigt gefunden Änderungen vorzunehmen oder unter dem Texte vorzuschlagen; dazu kommen Lücken an einzelnen Stellen, wo die Farbe des Malers das Pergament zerfressen hat oder sonst Schädigungen der Blätter stattgefunden haben. Wo etwas von mir in eckige Klammern geschlossen ist, habe ich derartige Schädigungen gut zu machen gesucht; anderweitige Zusätze aber, die von mir herrühren, werden durch die Anmerkungen unter dem Texte kenntlich gemacht Von mir rühren ferner die Majuskeln im Innern der Verse, die Interpunktion, die Apostrophe, die sämtlichen Accente her; von mir auch die Gleichmäfsigkeit in der Ablösung der proklitischen, im Anhängen der enklitischen Wörter; die Cedille habe ich nirgends zugefügt ohne es zu sagen. Manche Unebenheiten und Dunkelheiten bleiben, die zu beseitigen ich nicht vermocht habe; wo ich nicht verstand, habe ich mich dazu bekannt Den Punkt, den die Handschrift in der Mitte des Verses als Zeichen der rhythmischen Pause verwendet und nur ganz selten am unrechten Orte anbringt, habe ich durch einen weiteren Zwischenraum an gleicher Stelle ersetzt Brought to you by | Freie Universität Berlin Authenticated Download Date | 7/8/15 7:15 AM
doi:10.1515/zrph.1885.9.1-4.287 fatcat:zfnysamckfefnpi3yuwgtrxrt4