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2010 Schweizerische Ärztezeitung  
Schweizerische Ärztezeitung|Bulletin des médecins suisses |Bollettino dei medici svizzeri |2010;91: 4 122 Briefeandie SÄZ Forschung und die Entwicklung müssen in Einklang gebracht werden mitZielen, die von derGesellschaft und nicht von der Pharmaindustrie und/oder den Ärzten formuliert werden. 2. Nachfrager: Er/sie soll sich mit seiner «Gesundheit» vermehrt auseinandersetzen müssen! Diese Auseinandersetzung sollte bereits in der Schule beginnen. Die Gesellschaft sollte gesundheitsschädliches
more » ... ures) Verhalten nicht mehr tolerieren. Der Nachfrager sollte seine Erwartungen bezüglich persönlicher Gesundheit und auch bezüglich der Frage, welche «letzte» Massnahmen sie/er für sich angepasst empfindet, verbindlich äussern (müssen), und dies nicht erst dann, wenn er/sie schwer erkrankt, verunfallt usw., sondern vorher, z. B. ab dem 50. Altersjahr, in regelmässigen Abständenu nd Gesprächen mit entsprechend ausgebildeten Fachleuten (Ärzten, Pflegepersonen, Geistlichen, Vertrauenspersonen usw.). Wenn wir uns eine Milizarmee mit obligatem Zeitaufwand und entsprechenden Kosten für jeden von uns leisten können, sollten auch «Wiederholungskurse» zur rechtzeitigen Besprechung und Formulierung wichtiger Lebens-und Gesundheitsfragen möglich sein. Die Politiker als Vertreter der Gesellschaft sind gefragt: Sie sollen die Rahmenbedingungen erarbeiten zur Durchführung dieser volkswirtschaftlich dringend notwendigen Massnahmen. Es wäre dies ein lohnenderes Unterfangen, im wahrsten Sinne des Wortes, als das Jammern über explodierende Kosten in und das nutzlose Herumschrauben an unserem hervorragenden Gesundheitswesen. Dr. med. R. Fueter, Luzern 1v an Spijk P. Kostenprobleme in der Medizin rufen nach einer Philosophie der Gesundheit. Schweiz Ärztezeitung. 2009;90(48):1900.
doi:10.4414/saez.2010.14930 fatcat:t3shtillc5brbidqqxlf5bg75q