Grosse Mengen von schwefelsaurem Bittererde-Kali in der Kissinger Soole

Overbeck
1849 Archiv der Pharmazie  
Dr. v. G o r u p -73 e s a n e z in lklangcn erhielt vom Prof. Dr. T h e o d . h f a r t i u s , der sich in1 Ilerbste 1847 in Kissingcn aufhielt, cin Salz zur nshcrcn chemischen Entersuchung, welches aus der dorligen Soole hcrauskrystallisirt war. Die Mutterhuge, welche nach Ausschcidung des Kochsalzes gewonnen wurde, verdampftc man sonst ohne Weiteres, und verkaufte die Salzmasse als Diingsalz, welche ihrer ausgczeichneten Diingkraft wegen in grossem Hufe stand. Eine friihere Analyse der
more » ... re Analyse der Jlutlerlauge lieferle IIofrath K a s t n 8 r. Zur Ersparung von Brennmakrial war in der lctzten %eit voni Salineninspector K n o r r die Einrichlung getroffen, die ?Jutterlauge vor dcr Concentration in grossen hiilzerncn KBsl.en sich selbst zu uberlasscn, und durch 11inein~chiingt.e IIolzstabe die Krystallisation cines cigenthiimli~?~cn Salzcs zu befijrdern, welchcs man S a 1 m i a k s a1 z nenne. Den Urspruns des Noinens konnte Prof. hl a r t i u s nicht erniitleln. Durch cine vorliuh'ge L'ntcrsuchung diesel-ctwa Zoll gro:;scn Krystalle in der Kissingcr Apothekc, iiberzeu4e sich Prof. 31 a r t i u s , dass das Salz frci von Ammonia%, abcr Chlor, Schwefelsiiure u nd hl a g nes i a en t 11 i c 1 t. Das Salz war schijn weiss, bestand zum Theil aus wohl ausgcbildcten. rhombischen Kryshllcn, Z u n i Theil ails rinclcutliclicii krys~alliiiischcn liijimern und fe'eincn Kadcln. -Die kry~~allinischc lkschaflenhcit dcsselben liess v. G o r u p vcrinuthen, dass es ein Gemenwe mehrerer Verbindnngen sei, welchcs auch dic Untersu&nng beststigte. Der Geschmack war intcnsiv bitter, hintelhcr kiih-Icnd, cs lostc sich schr leicht in Wasscr und reagii:le nicht nuf Pflanzenpapier. Reagenticn wicsen Magnesia, Kali, Chlor und Schwcfcls8ui.c nach. Die Schcidung der verschiedencn Salzc gelang durch lir)-stallisation. Dic zuerst crhallcnen Iirystallo waren luftbestiindig, schnwcktcn bilter, lijsten sich leicht in Wasscr und rcagirten neutral. Heagcntien wiesen Magnesia, Kali und Schwefelsiiurc nach. Die zweitc und dritte Krystallisation liefertc deutliche Iirystalle von Bittersalz. Die unl;i.ysiallisirbare-Muttcrlauge enthielt ncbcn Spuren von Kochsalz, Chlormagnesium. 1,986 Grm. dcs zucrst erlialtenen Salzes verloren: in1 Ganzcn 0,347 Grin. = %,!I0 Proc. 110, oder G Aeq.; bci lr3O'C. gelrocknet = 0,980 Grm. bei IGOo C. )) = 0,067 ))
doi:10.1002/ardp.18491080110 fatcat:665xbo6fzrh3vnkoqijkz3ba4m