Schwarze Binden

1905 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Es Ist in Aerztekreisen schon oft angestrebt worden, die auffallenden, bisher üblichen Bindenverbände, besonders solche an unbedeckten Körperpartien, wie Kopf und Händen, einzuschränken, d. h. durch weniger in die Augen fallende Verbände zu ersetzen. Und in der Tat kommt der Arzt mit diesem Bestreben einem berechtigten Wunsche seiner Patienten entgegen, denen es oft peinlich ist, schon auf weite Entfernung als Teilinvalide erkennbar zu sein und vom gesellschaftlichen, beziehungsweise
more » ... hen Leben icli infolgedessen mehr oder weniger zurückziehen zu mtissen. Nun ist allerdings der Ersatz eines Bindenverbandes durch Applikation eines Pflasters und dergleichen nur in einer begrenzten Anzahl von Fällen möglich. Insbesondere wird man auch da, wo mit einer stärkeren Durchtränkung des Verbandes durch Wundsekret zu rechnen Ist, und also auch die äußere, tunlichst große Reinheit des Verbandes eine Rolle spielt, selbstverständlich am besten bei dem bisherigen Verfahren bleiben. Indes gibt es daneben doch eine ganze Menge von Gelegenheiten, wo man einfach dadurch, daß man statt der bisher üblichen 'weißen Mull-und Cambric-Binden solche von schwarzer Farbe benutzt, dem Pa-Dieses Dokument wurde zum persönlichen Gebrauch heruntergeladen. Vervielfältigung nur mit Zustimmung des Verlages.
doi:10.1055/s-0029-1188040 fatcat:sngcsixxyjbxfdd4sdrt23llsy