Sequential behaviour in the Rat: Design and applications of a Serial Reaction Time Task

Dorothée Domenger, Schwarting, Rainer K.W. (Prof. Dr.), Psychologie
2011
Experimentelle Modelle des sequenziellen Verhaltens basieren un- ter anderem auf dopaminerge Mechanismen und Basalganglien- Netzwerke, die auch bei Parkinson Patienten besonders relevant sind. Sequenzielles Verhalten konnte im Menschen und nicht- menschlichen Primaten anhand eines standardisierten Tests, be- kannt als "Serial Reaction Time Task" (SRTT; Serielle Reaktionszeit- aufgabe), weitgehend studiert werden. Um die grundlegenden Ge- hirnmechanismen dieser Art des Lernens zu untersuchen,
more » ... zu untersuchen, wäre ein Modell eines solchen standardisierten Tests für Nagetiere sehr hilf- reich. Das Ziel der drei in dieser Arbeit vorgestellten Studien war, das sequenzielle Verhalten mit einer dem menschlichen Test vergleichba- ren Prozedur in der unbehandelten Ratte zu charakterisieren. Das Ziel der ersten Studie war die Implementierung eines Ratten- modells des standardisierten SRTT. In dem hier entwickelten Test müssen die Ratten zeitnah mit der Nase in das beleuchtete Loch (visueller Stimulus, eines von vier Löchern) stoßen (poke, motori- sche Antwort), um eine Futterbelohnung nach einer festen Anzahl an korrekten pokes zu bekommen (fixed ratio (FR) reinforcement sched- ule, Verstärkerplan mit fester Rate). Der Lichtstimulus wurde entspre- chend einer sequenziellen oder zufälligen Reihenfolge präsentiert. Aus der Leistungsdifferenz unter beiden Bedingungen konnte auf se- quenzielles Lernen geschlossen werden. Die Ratten zeigten signifi- kant bessere Ergebnisse in der sequenziellen Bedingung bezüglich der Geschwindigkeit, der Genauigkeit und der Anzahl der Belohnun- gen. Der Test wurde im Verlauf der drei Studien verbessert, um si- cherzustellen, dass die verbesserte sequenzielle Leistung auf das Lernen der reinen sequenziellen Reihenfolge Information zurückge- führt werden konnte. Die Ratten wurden schließlich mit einer wieder- holten zwölfreihigen Lichtortsequenz zusammen mit einem FR13 ge- testet. Die Länge der FR13 Serien war absichtlich länger als die wie- derholte Sequenz, um die Lichtort in der [...]
doi:10.17192/z2008.0061 fatcat:fcrapka27zgzlc2zzwotiwegky