Einige Versuche mit einem verbesserten Kathodenstrahl-Oszillographen

W. Rogowski, G. Glage
1920 Archiv für Elektrotechnik  
120 Rogowski u. Glage Versuche mit Kathodenstrahl-Oszillographen. A~ehiv fur , . EIektrotechnik, durch Ansprechen einer Funkenstrecke S entladen werden. Der FlUoreszenzflecl~ wird somit hier erst pr0portional der Zeit aus der Ruhelageverschoben, geht dann pl6tzlich bel Einsetzen der Funkenstrecke in seine Ruhelage zuriick und verbleibt dort w~ihrend des negativen Spannungsbuckels der Hilfsschwingung. Erst mit Beginn der positiven Spannung wiederholt er seine Bewegung, die in zeitlicher Folge
more » ... zeitlicher Folge durch Bild 8 gegeben ist. Man.beachte, dag diese Methode Von einem etwas verfrfihten oder versp~itete n Einsetzen der Funkenstrecke unabh~ingig ist, indem hierdurch nicht die gleichmM~ige Verschiebung des Fleckes beeinfluBt wird, sondern lediglich die gr6Bte Verschiebung, die der Fleck erreicht. Vorsicht erfordert der Umstand, daB in einem Teil der Zeit (wS.hrend des negativen Spannungsbuckels der Hilfsfrequenz) der Fleck ruht. Diese Art der Fleckverschiebung diirfte sich daher ira allgemeinen nur ffir periodische Vorg~inge empfehlen. Auch erfordert die Funkenstrecke zu ihr› Anspr› h6here Spannungen, als sie bel dem ersten Vorschtage notwendig sind. Immerhin kann auch dieser Vorschlag sein Anwendungsgebiet finden. DaB man beim ersten Vorschlag den Entladestrom der R6hren benutzen kann, den Fleck aus dem Gesichtsfelde herauszuwerfen und somit nur die Kurvenbilder ftir den Hingang des FIeckes sichtbar zu machen, mag nur beit~iufig erw~ihnt werden. An der experimentellen Priifung der hier genannten Vorschliige hatte Herr Dr. G1 a ge die Liebenswtirdigkeit sich zu beteiligen. Wir berichten in der folgenden Arbeit tiber unsere Ergebnisse. und ff. (liage. (Mitteilung aus dem Technisch-Physikalischcn Institut der Universit~tt Jena.) I. Braunsche RShre und Spannungsgeber. Im folgenden teilen wir einige Versuche mit, die wir mit der in der vorangehenden Arbeit von Rogowski 1) angegebenen Verbesserung des Kathodenstrahl-Oszillographen angestellt haben. Wir benutzten eine Braunsche R6hre der tiblichen alten Bauart mit kalter Kathode. Die Elektronen wurden bei ihr somit durch Jonenstog freigemacht. Die hierzu b en6tigte hohe Spannung wurde einer Influenz-Elektrisiermaschine von Wehrsen entnommen, Wir hatten somit rasche Elektronen und damit eine unempfindliche R6hre. Sie gab bei 440 Volt je nach der Hfirte etwa I bis 2 cm Ausschlag. Die Ablenkung des Strahles geschah mit Hilfe zweier senkreeht zu einander stehender elektrischer Feldš die in fiblicher Weise durch Ladung je zweier Platten hergestellt wurdem (VergL Bild I. Die zu untersuchende Spannung lag an den Platten a-b, die dreieckf6rmige, der Zeit proporti0nale Hilfsspannung an den Pl" c --d.) Da die R6hre keine Innenelektroden besaB, mut;ten wir-die Platten aliBerhalb-der R6hre anbringen. Das hat den Nachteil, dal; sich bisweilen je nach der H~irte der R6hre auf der Glaswand elektrische Ladungen niederschlagen, die das Feld der Ablenkungskondensatoren verzerren. Bel nicht zu hohem Vakuum der R6hre, die bel uns dauernd mit einer Gaedepumpe in Verbindung stand," lief~ sich dieser I]belstand auI 9 ein ertrS.gliches MaB herabdr/icken. 1) Rogowski, Archiv ftir Elektrotechnik, IX, S. 115.
doi:10.1007/bf01593764 fatcat:cxnsbtyhlvcl3pfyvprpm7oo2q