Umweltrisiken gentechnisch veränderter Pflanzen: Zulässigkeit und Bedeutung von Risikovergleichen

O. Käppeli
2001 TATuP - Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis  
Eine grobe Vergleichsrechnung (Anschaffungs-und Energiekosten) zeigt, dass gegenüber einer Batterie das Brennstoffzellen-System höhere Anschaffungskosten durch seine lange Lebensdauer relativiert. Eine Kostenabschätzung für die einzelnen Komponenten eines Mini-Brennstoffzellen-Systems ergab, dass das Kostenniveau von Li-Ion-Akkumulatoren erreichbar erscheint. Der Emissionsbeitrag von Mini-Brennstoffzellen wird nicht wesentlich durch den Brennstoffpfad bestimmt, sondern -eher positiv -durch die
more » ... positiv -durch die lange Lebensdauer des Brennstoffzellen-Systems. Deshalb und wegen der teilweisen Recyclingfähigkeit könnten Brennstoffzellen bei einer Substitution von signif ikanten Mengen an Akkumulatoren einen wic htigen Beitrag zur Müllverme idung leisten. Fazit Übergreifend lässt sich festhalten, dass nach heutigem Stand Energieumwandlungssysteme mit Brennstoffzellen zukünftig konkurrenzfähig werden können, wenngleich das Erreichen entsprechender Kostenziele ein überaus ehrgeiz iges Entwicklungsziel ist. Die Entwicklung von Brennstoffzellen-Systemen lässt Innovationssprünge erwarten -sowohl für die Brennstoffzellen selbst im Bereich der Materialtechnik und der Herstellungsverfahren als auch für die unterschiedlichen Peripherie-Einheiten. Die Weiterentwicklung der Wasserstoffspeicherung (z. B. Nanospeicher) wird allgemein als dringlich angesehen, da sich die Wasserstoffspeicherung für alle Anwendungen (Fahrzeuge, d ezentrale Energieversorgung, tragbare Kleingeräte) zunehmend als Schlüsselfaktor herauskristallisiert. Entscheidend für die weitere Diffusion der Brennstoffzellen-Technologie werden die energie-, umwelt-und verkehrswirtschaftlichen Rahmenbedingungen sein, da viele Potenziale der Brennstoffzelle erst im Rahmen einer Neuausrichtung des Verkehrssystems sowie der Energiewirtschaft -hin zu einer auf regenerativen Energieträgern basierten Energieversorgung -in vollem Umfang wirksam werden können. sicherheitsforschung und Abschätzung von Technikfolgen der Schweiz (BATS) Der Forschungsschwerpunkt der Fachstelle BATS ist die Methodik der Risikoermittlung für die Biotechnologie. Die Risikoanalyse ist der naturwissenschaftliche Teil und bildet die Grundlage für die Risikobewertung, die einer breiteren wissenschaftlichen (Multidisziplinarität) und gesellschaftlichen A bstützung bedarf. Die Risikoanalyse soll einerseits transparente und nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen für die Risikobewertung liefern, andererseits Defizite im Wissen und ungenügende oder unangebrachte regulatorische Vorgaben aufdecken. Hier wird der Gültigkeit von Risikovergleichen nachgegangen. Grundlegende Voraussetzung für Risikovergleiche ist die Gleichartigkeit von Risiken, deren Notwendigkeit ergibt sich aus dem Fehlen von allgemein akzeptierten und Technologie u nabhängigen Vertretbarkeitskriterien und Schutzzielen für biologische Risiken.
doi:10.14512/tatup.10.1.78 fatcat:2cew24bjfba77hfmucx6kvmup4