Interaction of Helicobacter pylori with glycosylated salivary proteins

Anke Walz
2006
Seit der Entdeckung von Helicobacter pylori (H. pylori) 1983 wurden große Fortschritte bei der Erforschung des Keims im Zusammenhang mit der Pathologie von Magenerkrankungen gemacht. Auch wenn noch nicht endgültig geklärt ist, wie H. pylori übertragen wird, so steht unumstritten fest, dass H. pylori nur über die Mundhöhle in den Magen gelangen kann. Obwohl das Bakterium bei dieser Passage in Kontakt mit Speichelkomponenten kommt ist bislang nur sehr wenig darüber bekannt, ob H. pylori mit
more » ... H. pylori mit diesen interagiert oder ob Speichel H. pylori in irgendeiner Weise beeinflusst. Ziel dieser Arbeit war es, einen experimentellen Ansatz zu entwickeln, um mögliche Interaktionen von H. pylori mit Speichelglykoproteinen zu detektieren und erste Hinweise für die molekularen Grundlagen dieser Interaktionen zu liefern. Da zweidimensionale Gelelektrophorese (2-DE) und ein anschließender Transfer der aufgetrennten Proteine auf Nitrozellulose-Membranen genutzt werden sollten, um einen hochauflösenden Bakterien-Overlay durchzuführen, wurde im ersten Teil der Doktorarbeit eine Proteomanalyse von Gesamtspeichel, Submandibularis-sublingualis (SMSL)-Sekret und Parotis-Sekret zur Erstellung einer 2-D Karte durchgeführt. Dazu wurden die Speichelsekrete einer 2-DE unterzogen und die Proteinspots mit matrix-assisted laser desorption/ionization Massenspektrometrie (MALDI-MS) analysiert. Insgesamt konnten im Gesamtspeichel 131 Spots, im SMSL-Sekret 53 Spots und im Parotis-Sekret 43 Spots identifiziert werden. Hierbei konnten erstmalig Cyclophilin-B und Prolyl-4-Hydroxylase sowie saure und basische Prolinreiche Proteine (PRPs), das Prolinreiche Glykoprotein und Muzin MUC7 in einer 2-D-Karte des menschlichen Speichels lokalisiert und identifiziert werden. Ein intra-individueller Vergleich (Vergleich drei verschiedener Speichelentnahme-Zeitpunkte) und ein inter-individueller Vergleich (Vergleich vier verschiedener Individuen) des 2-D Spotmuster zeigte für die nachfolgende Adhäsionsstudie eine ausreichende Reproduzierbarkeit der Gele. Der zweiter Teil [...]
doi:10.5283/epub.10480 fatcat:kt35wkqzkrfufajutkfgmrgtsu