Fire Buys of Central Bank Collateral Assets

Calebe de Roure
2016 Social Science Research Network  
Fragestellung Im Gefolge der Insolvenz von Lehman Brothers beschloss die Europäische Zentralbank (EZB), den Banken Liquidität gegen Sicherheiten in unbegrenzter Höhe zur Verfügung zu stellen. Die unbegrenzte Liquiditätsbereitstellung durch die EZB führte zu einer steigenden Nachfrage nach denjenigen Wertpapieren, die die EZB als Sicherheiten akzeptierte. Es wird die Frage untersucht, ob die Banken bei dem Erwerb solcher Wertpapiere einen Aufschlag, in dem Papier Fire-Buy-Prämie genannt, zahlten
more » ... ie genannt, zahlten und wie hoch diese Prämie war. Im Laufe der Krise erweiterte die EZB ihren Sicherheitenrahmen und senkte den Bonitätsschwellenwert für notenbankfähige Wertpapiere, wobei die auf diese Papiere angewandten Bewertungsabschläge manchmal nicht die gesamten mit den Wertpapieren verbundenen Risiken widerspiegelten. Eine weitere Fragestellung ist, ob die Banken beim Erwerb mancher Wertpapiere bereit waren, einen zusätzlichen Aufschlag, in dem Papier Risikoverlagerungsprämie genannt, zu zahlen, um die Abweichungen bei den Bewertungsabschlägen auszunutzen. Beitrag Anhand einer Studie des gesamten Bestands an festverzinslichen Wertpapieren im Handelsbuch von 26 deutschen Banken und deren Verbindlichkeiten gegenüber dem Eurosystem wird untersucht, ob die beiden oben genannten Prämien sich empirisch nachweisen lassen, und -falls der Nachweis erbracht wird -soll deren Höhe geschätzt werden. Die vorliegende Studie stellt eine Verbindung zwischen der Geldpolitik und dem Handelsverhalten von Banken her und ergänzt die Literatur, die sich mit dem Thema Risikoverlagerung befasst. Ergebnisse Es finden sich empirische Belege für beide Prämien. Die Höhe der Fire-Buy-Prämie wird auf 15,6 Basispunkte geschätzt, die der Risikoverlagerungsprämie auf 65,5 Basispunkte. Die Existenz der Fire-Buy-Prämie deutet an, dass unbegrenzte Liquiditätsbereitstellung den Banken zusätzliche Kosten auferlegt, wenn sie Liquidität am dringendsten benötigen. Die Risikoverlagerungsprämie gibt die Zahlungsbereitschaft der Banken an, den Risikoverlagerungsmechanismus in Anspruch zu nehmen. Abstract In times of financial distress, central banks provide unlimited liquidity to avoid fire sales. In response, banks raise their demand for collateral assets, and the short-term scarcity of collateral securities leads to higher prices, the Fire Buy premium. To avoid collateral scarcity, central banks increase the set of eligible collateral assets. However, if the risk-shifting channel is open for these newly eligible securities, banks prefer to pledge them and pay another premium, the Risk-Shifting premium. With the full fixed-income trading book of 26 German banks, I identify each trade of each bank and investigate how unlimited liquidity provision affects collateral prices. Also, I match banks' trades with their balance sheet and show how funding liquidity impacts premia payment. I quantify the Fire Buy premium to be 15.6 bps; and the Risk-Shifting premium on BBB-rated assets to be 65.6 bps.
doi:10.2139/ssrn.2885803 fatcat:meqikevhznh27iyn2yn4w6mruu