Ueber den durchsichtigen Andalusit aus Brasilien

W. Haidinger
1844 Annalen der Physik  
205 --V. IJeber den cturchsichtigen Andalusit ~u s Brasilien; von n< H a i d i n g e r . D a s Zuriickfiihren van neuen Varietiiten auf a~te, Iiingst zu den bekannten gezshlte Species, besitzt einen besonderen Reiz, voniiglich wenn jene unter Verhdtnissen vorkommen, die es problematisch erscheinen lassen, ob man sie nicht gar als eigene Species bestimmen solle. Diefs ist vollends d a m der Fall, wenn die vollkommensten Varietsten noch mangeln, so wie bisher der vollkommen durchsichtige
more » ... . Als ich im Friihjahr 1826 in Gesellschaft meioes verchrten Frcundes, des Hrn. R o b e r t A 1 I a n , die Mineraliensammlungen Wiens besuchte, bemerkte ich in dein damaligen briisilianischen Museum, unter Dr. P o b 1's Direciion, gewisse griine brasilianische Edelsteine, die, wie die Topase, Chrysoberylle, Turmaline , in abgerundeten Krystallfragmenten gefunden worden waren. Man ztihlte sie dem Turmalin bei. Allerdings zeigten sie eineu auffallenden Dichroismus, aber dieser war nicht in Bezug auf eine einzige rhomboedrische Axe vertheilt, pnralleI derselben und senkrecht darauf, sondern die Farbe war griln in Richtungen, welche man senkrecht und parallel einer Axe annehmen koonte, zeigte aber ein reiches Hyacinthroth in gewissen schief gegen die Axe geneigteo Richtungen. Es war damals nicht miiglich gewesen, eine vollstlndige Untersuchung anzustellen; die Forsetzung der Reise fiibrte mich bald wieder von Wien hinweg. Spater wurde die mineralogische Abtheilung des Museums mit dein k. k. Hof -1Mineraliencabinete vereinigt. Erst neuerlicb hatte ich Veranlassung, diesen Gegenstaud wieder vonunehmen, als mir durch amtlichen Auftrag vergbnut war, einige Fragen von wisscuschaftlichem Interesse
doi:10.1002/andp.18441370206 fatcat:kkjtckqhqvdppm5gaaokfxlu4e