Medien – Kommunikation – Kultur [chapter]

2020 Perspektiven pragmatischer Medienphilosophie  
Medien -Kommunikation -Kultur« entwickelt in seinem ersten Teil sowohl eine Übersicht über die unterschiedlichen Verwendungsweisen als auch eine gebrauchstheoretische Definition des Medienbegriffs. Im zweiten Teil führt der Beitrag im Rekurs auf die Arbeiten von Michael Giesecke vor Augen, dass und wie die Idee der Definition selbst unter Bedingungen des Buchdrucks entstanden ist. Des Weiteren zeigt er auf, dass und wie sowohl der Buchdruck (Saussure, Bühler, Chomsky) als auch der Rundfunk
more » ... h der Rundfunk (Shannon/Weaver, McLuhan, Postman), der Computer (Luhmann, Bolz) und das Internet (Faßler, Grassmuck) als Leitmedien allgemeiner Kommunikationstheorien gedient haben. Im letzten und dritten Teil befasst sich der Text mit der Frage, wie das leitmedienorientierte Entweder-Oder-Denken mit einem homogenen Konzept von Kultur verbunden ist und wie es durch die Entwicklung eines pragmatistischen Kulturkonzepts überwunden werden kann. Dieses beschreibt Kultur als inhomogenes Netzwerk artverschiedenere Elemente. Abschließend wird gezeigt, wie auf dieser Grundlage eine stärker moralisch, praktisch und politisch ausgerichtete corporate identity der zeitgenössischen Kulturwissenschaften Gestalt gewinnen kann. Bei den drei im Titel genannten Begriffen ›Medien‹, ›Kommunikation‹ und ›Kultur‹ handelt es sich um grundlegende Konzepte, die heute weite Teile der geistes-und sozialwissenschaftlichen Forschung prägen und zum Teil neu strukturieren. Mit Blick auf die Geisteswissenschaften haben Wolfgang Frühwald, Hans Robert Jauß, Reinhard Koselleck, Jürgen Mittelstraß und Burkhart Steinwachs bereits 1991 eine kulturwissenschaftliche Wende in Forschung und
doi:10.14361/9783839452059-006 fatcat:nhcjtkdg55gqpfukitqyeyguxu