Organische Chemie

1897 Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft  
Phenylohlorjodpropionslure und einige Derivete derselben, w n E. E r l e n m e y e r (Lieb. Ann. .289, 259-284.) Nach einer kurzen Cebereicht uber die Geschichte der bekannten Pbenyldihalogenpropionsauren (a @-Dichlor-, a,?-Dibrom-, ap-Chlorbrom-und ga-Chlorbrom-saureu) bescbreibt Verf. zunachst die Darstellung der P h e n yl-Man erhiilt letztere, wenn man eine wassrige Chlojodsalzsaureliisung, welche 1'/8 Mol. (CIJ + HCI) enthalt, mit Aether auszieht, den Auszug mit Chlorcalcium trocknet, so
more » ... cium trocknet, so weit destillirt , dass gelbe Dampfe uberzugehen beginnen, nun 1 Mol. fein gepulverte Zimmtsaure einriihrt und das G a m e iiber Schwefelsaure und Kali steheu lasst, bis Salzsaure nicht mehr entweicht. Der Rickstand wird aus Chloroform-Ligroi'n in fast farblosen Blattchen erhalten, welche Phenyl-$a-chlorjodpropionsaure darstellen, von etwa 1000 au roth werden und bei 122-1'23" unter Gasentwickluug und Dunkelfarbung schmelzen. Die Slure wird durch kaltes Wasser nach einiger Zeit, durch Wasser von 70° sowie durch 1 Mol. wassriger Kalilauge sofort vijllig in P h e n y lj o d b y d r a c r y l s a u r e CS HJ C H ( 0 H ) C H J C O z H verwandelt und durch waissrige Jodkaliumliisung unter Abscbeidung von J o d und Bildung von Cblorkalium zu Zimmtsaure reducirt. P b e n y l -B -a -c h l o r j o dp r o p i o n s a n r e s M e t h y l resp. A e t h y l wird aus den entsprechenden Zimmtsaureestern durch Schiitteln mit etwas iiberschiissiger 10 procentqer wassriger Chlorjodsalzslureliisung erhalten, schiesst aus Ligroi'n in Krystallen a n und schmilzt bei 97-980 resp. 69-70' unter Rothung. Durch 1 Mol. athyl-resp. methylalkoholiscbes Rali wird die Cblorbrornsarire iri P h e n y lp'-athnxy-a-jodpropionsHure aus Wasser in Nadeln mit 1 Mol. Krystallwasser; Schmp. 138-1390 resp. in P h e n y Ip'm e t h ox ya-j o d p r o p i o n s a u r e , (aus Waseer in Nadeln rom Schmp. 164-1650 [unter Rbthung]) iibergefuhrt. Die bereits oben erwabnte P h e n yl j o d h y d r a c r y 1 s a u r e (= P h e n y l -8o x y -a -j o d p r o p i o n s a u r e ) wird auch gewonnen, wenn man Zirnmtsaure init wassriger Chlorjodsalzsaureliisung 11/a--'2 Stuaden lang schiittelt, oder wenn man eine heisse Liisung von 1 Mol. zimmtsaurem Natrium in eine 700 warme, Sprocentige, 1 1 /~ Mol. enthaltende Chlorjodsalzsaurelosung unter Schiitteln eingiesst ; die Oxyjodsaure krystallisirt aus Benzol in flachen Prismen vom Schmp. 140-142O (unter Rotbung uud Scbaumen), lost sich in 200 Th. Wasser und kaon mit 1 Mol. Wasser krystallisiren; sie wird durch Wasser im Rohr bei 1000 oiler diirch Wasserdampfdestillation in Jod, Zimmtsaure, Phenylacetaldehyd iind Stjrol zerlegt und zwar tritt auf 1 Mol. Jod nahezu -i~c h l
doi:10.1002/cber.18970290417 fatcat:hkmzrm5pp5aunicbtojoay53em