Quantitative Arsenbestimmung für forensisch-chemische Zwecke

C. Mai
1905 European Food Research and Technology  
Differenz aus den zehn Bestimmungen 0,047 °/o, Ergebnisse, mit denen auch ein anspruchsvoller Analytiker zufrieden sein kann. Die Gottlieb'sche Methode der Fettbestimmung in Milch l~iI~t sich, mehr oder weniger modifiziert, mit Vorteit auf s£mtliche Erzeugnisse des Molkereibetr[ebes uusdehnen, wie sie auch schon an vielen milchwirtschaftlichen Versuchsstationen seit Jahren als genauestes und slcherstes ¥erfahren der Fettbestlmmung in Milch u. s. w. angewendet wird. Weibull 1} machte schon im
more » ... machte schon im Jahre 1898 den Vorschlag, das Gottlieb'sche Verfahren als Einheitsmethode fiir Milchfettbestimmungen einzuffihren, ein Vorschlag, dem slch H. W el g m a n n wenigstens mit bezug auf die Fettbestimmung yon Centrifugenmagermilch anschlol~, und die Versuchsstation ffir Molkereiwesen in Kiel hat sich, wie die mitgeteilten Arbeiten erweisen, bemfiht, die Anwendung des Go t t lie b'schen ~rerfahrens auch auf die Erzeugnisse der Milch soviel wie mSglich auszudehnen. Hesse empfiehlt sie sogur als Universalmethode fiir s£mtliche Molkereierzeugnisse, eine Ansicht, der man ruhig beistimmen kann. Mit~eilung aus dem Laboratorium far angewandte Chemie der Universi~t l~Itin eh en 1). Als Vorbedingung fiir den ~qachweis und insbesondere fiir die quantitative Bestimmung des Arsens in Leichenteilen u. s. w. galt bisher die vollkommene ZerstSrung der organischen Substanz. An Verfahren hierzu ist bekanntlich zwar kein Mangel, doch zeichnet sich keines davon durch besondere praktische Brauchbarkeit und Annehmlichkeit in der Ausfiihrung aus; sie sind im Gegenteil alle mehr oder weniger umstiindlich und zeitraubend, oder sonstwie nicht einwandfrei. Am meisten benutzt wird woht die Einwirkung yon naszierendem Chlor aus Salzs£ure und Kaliumchlorat nach v. ]3abo-Fresenius, ein Verfahren, dem indessen verschiedene ~V[£ngel anhaften, einmal sind z ur Zerst/~rung gr513erer Materialmengen, wie sie in der gerichtlichen Praxis meist vorliegen, sehr grol~e Mengen Salzs~iure und Kaliumchlorut erforderlich, sodal3 die Fliissigkeiten sich 5fters in einen Krystutlbrei yon Chlorkalium verwandeln und andererseits ist alas Arbeiten damit iiberhaupt nicht gerade zu den angenehmen Operationen zu rechnen und die entweichenden Mengen freien Chlors erfordern eine aul3erordentllch gut wirkende Abzugsvorrichtung. Gin weiter vielfach geiibtes Verfahren bemht auf der Anwendung yon SaIpeter-s~ure mit oder ohne Zusatz yon SchWefels~iure; auch hierbei sind znr vSliigen Zer-1) Die ~itteilung war auf der am 9. und 3. Juni d. J. in Dresden stattgehab~en Versammlung der Freien Vereinigung Deul~scher Nahrungsmittelchemiker zum Vortrag bes~mmt, der 1eider damals ausfallen mufite.
doi:10.1007/bf02006535 fatcat:j5j64rk3x5fyrp4wqvxbl4pcja