Klassifikationen zwischen Politik und Ungleichheit. Pädagogisches Unterscheidungswissen in migrationsgesellschaftlichen Kontexten [post]

Kenneth Horvath
2021 unpublished
In meinem kumulativen Habilitationsprojekt habe ich mich (an der Schnittstelle von Sozialstrukturanalyse, Migrationsforschung und Bildungssoziologie) mit pädagogischem Unterscheidungswissen als zentralem Mechanismus der Reproduktion von Bildungsungleichheiten in migrationsgesellschaftlichen Kontexten auseinandergesetzt. Eine der Herausforderungen bestand dabei darin, politische Verwobenheiten und diskriminierende Effekte pädagogischen Unterscheidens sozialtheoretisch gehaltvoll zu analysieren
more » ... ll zu analysieren (also ohne beispielsweise implizit Naivität, Inkompetenz oder Böswilligkeit auf Seiten von PädagogInnen zu unterstellen). Eine zweite Herausforderung lag darin, sozialwissenschaftliche Befunde resonant werden zu lassen: Wie kann soziologische Bildungsforschung praxisrelevant werden, ohne sozialtheoretische und gesellschaftskritische Ansprüche aufzugeben? Die empirische Auseinandersetzung mit diesen Fragen erforderte die Integration quantitativer und qualitativer Herangehensweisen – eine Schlüsselrolle spielten dabei aktuelle Ansätze der Geometrischen Datenanalyse (GDA), eigens konzipierte Interviewformate sowie Mappingverfahren. Konzeptuell diskutiere ich unter anderem das Potenzial der Konzepte Regime, Konvention, Prüfung und Situation, als leitende Heuristiken für die Analyse gesellschaftlicher Wissensordnungen.
doi:10.31235/osf.io/pzjgw fatcat:j3ugtdnmyfftze42oqqxcm4c7m