Das biologisch - landwirtschaftliche Institut zu Amani in Ost - Usambara

A. Engler
1903 Notizblatt des Königl botanischen Gartens und Museums zu Berlin  
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more » ... des Königl. botanischen Gartens und Museums zu Berlin. Seit langer Zeit war in den Kreisen, welche sich flir die kulturelle Entwicklung Deutsch-Ostafrikas interessierten, das Verlangen nach Grlindung einer botanischen Versuchsstation in dem fruchtbareren Teile Usambaras hervorgetreten und nach lingerer Umschau und mannigfachen Erwilgungen war schliesslich im Jahre 1902 Amani in Ost-Usambara gewilhlt worden, das ich selbst im September desselben Jahres in Begleituing von Herrn Regierungsrat Dr. Stuhlmann a nd Herra Forstassessor Dr. Holtz besuchte, nachdem Herr Professor Dr. Zimmermann, der in seiner friiheren Stellung am botanischen Garten in Buitenzorg reichlich Erfabrungen gesammelt hatte, mit der Einrichtung und Verwaltung der Anlage betraut, bereits mit dem Pflanzen begonnen hatte. Wiihrend eines mehrtiigigen Aufenthaltes hatte ich hinreichend Gelegenheit, die Verhilitnisse dieser Station kennen zu lernen und will hierilber kurz berichten, indem ich zugleich auf meinen in der Gesellschaft fMr Erdkunde am 7. Mirz 1903 gehaltenen Vortrag: tYber die Vegetationsformationen Ost-Afrikas auf Grund einer Reise durch Usambara zum Kilimandscharo hinweise und mir auich noch weitere Mitteilungen tiber Einzelieiten vorbehalte. Durch Verfigung des kaiserlichen Gouverneurs Grafen von Gitzen vom 4. Juni 1902 wurden Organisation und Aufgaben des Instituts in folgender Weise bestimmt: ,Die durch Verftigung vom 4. Juni in Ostusambara gegrUndete wissenschaftliche Versuchsstation triigt den Namen ,Biologisch-Landwirtschaftliches ILstitut zu Amani". Die Arbeiten des biologisch-landwirtschaftlichen Instituts zu Amani sollen sich in jeder Weise nach den praktischen Bedtirfnissen der deutsch-ostafrikanisehen Kolonie richten. Fur wissensehaftliche Arbeiten, die nicht dem Zweck der Hebung oder Erhaltung der ostafrikanischen Landeskulturen dienen, sollen Ausgaben aus den Mitteln des biologisch-landwirtschaftlichen Instituts nicht gemacht werden. Falls der spittere Ausbau des Instituts die Anlage eines botanischen Gartens wlinschenswert macht, kann in Zukunft eine Erweiterung dieser Bestimmung eintreten. Die Leitung des Instituts soll stets im wesentlichen ihre Aufgaben in folgendem sehen: in der
doi:10.2307/3993903 fatcat:dh7jguflf5ewjnbjmc3ohfhlji