Eine potentiell behandelbare Herzrhythmusstörung (Torsade de pointes)

Wielant Ruleeba, Nicola Kanagendran, Tobias Schatt, Claudine Herold, Geser, Daniel Grob
unpublished
Hintergrund Wir berichten über eine geriatrische Patientin, die auf-grund immobilisierender Schmerzen bei einer Scham-beinastfraktur rechts unter analgetischer Therapie stand. Bei beidseitigen Beinödemen, welche als multi-faktoriell bedingt interpretiert wurden, wurde vor Spitaleintritt eine diuretische Therapie begonnen. Dies hatte bei zusätzlicher Malnutrition eine ausgeprägte Hypokaliämie zur Folge. Die Patientin entwickelte im Zusammenwirken der im Verlauf installierten medika-mentösen
more » ... edika-mentösen Therapie intermittierende selbstlimitierende polymorphe ventrikuläre Tachykardien im Sinne einer «Torsade de pointes». Ihren Wünschen entsprechend starb sie letztlich an den Folgen eines Herzversagens. Dem Sterben im Spital Raum und Zeit zu geben, kann schwieriger sein als Aktivismus zu entfalten. Dieser Fallbericht beschreibt eine potenziell behandelbare akute kardiale Notfallsituation in Verbindung mit einer ethisch schwierigen Wertabwägung.
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