Mitteilungen

1909 Indogermanische Forschungen  
Iii Mitteilungen. mit k -weitverbreitet, und schon mittelhochdeutsch begegnet unyampei· steif. Es könnte zur Sippe gamp-springen gehören; auf eine andere Erklärungsmöglichkeit habe ich Beiträge 28, S. 152 hingewiesen. Besser als die bisher besprochenen Kapitel ist das letzte, welches vornehmlich die Flexion behandelt; aber auch hier fällt die Dürftigkeit der Belege auf. Vorzüglich ist (von den Nachträgen abgesehen) die technische Seite geraten: Die Gliederung des Stoffes ist übersichtlich, eine
more » ... übersichtlich, eine Fülle von Verweisen erleichtert die Benutzung: vollste Anerkennung verdient auch das Wort-und Sachenregister. Es ist nur schade, daß der Kern weniger enthält als das Außere verspricht '). Freiburg i. Scliw.. im Juli 1908. P. Lessiak. Mitteilungen. Die Sprachwissenschaft auf dem Kongreß für experimentelle Psychologie zu Frankfurt a. M. 2-2.-26. April 1908. Der Kongreß lur experimentelle Psychologie, der in diesem Jahr zu Frankfurt stattfand, bot dem Sprachforscher manche Anregung und zeigte, welch lebhaften Interesses sprachpsychologische Fragen sich im Kreis der experimentellen Psychologen erfreuen. Daher soll ein kurzer Bericht auf die Vorträge hinweisen, die sich mittelbar oder unmittelbar mit Problemen der Sprachwissenschaft berührten. An erster Stelle sind zwei Vorträge zu nennen, die sich mit einer neuen phonetischen Registriermethode und deren Anwendung beschäftigten: sie rührt von K. Marbe her. der darüber in der Morgensitzung vom 23. April berichtete: 'Die Verwendung rußender Flammen im Dienst der Psychologic und der Nachbarwissenschaften'. Die Methode, über die M. schon an verschiedenen Orten gehandelt hat *), ist nicht nur exakt, sondern auch sehr einfach zu handhaben: akustische Schwingungen und Stöße können vermittelst einer Membran oder direkt auf eine Flamme übertragen werden, und die Schwingungen der Flamme lassen sich in Gestalt von Rußringen auf einem Papierstreifen abbilden, der durch die Spitze der Azetylenflamme hindurchgezogen wird; jeder Laut gibt eine bestimmte Anordnung solcher Ringe. Wenn eine zweite Flamme daneben die Schwingungen einer Stimmgabel ζ. B. von 100 Schwingungen in der Sekunde aufzeichnet, so können die Schwingungszahlen der Laute für jeden beliebigen Zeitabschnitt durch Zählen der Ringe festgestellt werden: die wechselnde Tonhöhe des gesprochenen Wortes kann ζ. B. von einer '/'» zu einer '/io Sekunde bestimmt werden. Wie einfach und zweckmäßig das Verfahren ist, zeigten die Versuche, die der Vortragende vorführte : 1) Wie ich erst nachträglich dem Vorwort entnehme, stammen eine Anzahl der besprochenen Paragraphen, zumal die aus Teil II, Kapitel IJJ, von Bremer, was entsprechend berücksichtigt werden möge. 2) Objektive Bestimmung der Schwingungszahlen Königscher Flammen ohne Photographie. Physikal. Zeitschr. VII (1906) 543 ff. Erzeugung schwingender Flammen mittelst Luftübertragung, ib. VIII (1907) 92 ff. Brought to you by | ASU Library Authenticated Download Date |
doi:10.1515/if-1909-s125 fatcat:4kvt73whsva3dmnyasay2ahca4