I. Orthosilicate

1890 Zeitschrift für Kristallographie - Crystalline Materials  
Der Mosandrit wurde wahrscheinlich im Jahre 4 840 von A. Erdmann entdeckt und vorläufig untersucht, obwohl die chemische Zusammensetzung nicht bestimmt angegeben werden konnte. Im Jahre 1849 beschrieb Weibye angebliche »Krystalle mit Endflächen« von Mosandrit (s. unten). 1853 lieferte N. J. Berlin eine vollständige chemische Untersuchung des Minerals; seine Analyse soll unten angeführt werden. Der Johnstrupit wurde 1888 von mir entdeckt; derselbe sieht dem Mosandrit recht ähnlich aus und wurde
more » ... lich aus und wurde auch anfänglich von mir mit diesem Mineral verwechselt. Die Farbe ist jedoch verschieden, indem der Mosandrit gewöhnlich braun, der Johnstrupit dagegen grünlich ist. Beide Mineralien verhalten sich in krystallographischer und in optischer Beziehung so nahe gleich, dass sie der Bequemlichkeit wegen gemeinsam beschrieben werden sollen. Was das Krystallsystem des Mosandrit betrifft, so hatte schon Weibye dasselbe als monosymmetrisch angegeben. J. Dana und später A. Des Cloizeaux dagegen fassten den Mosandrit als ein rhombisches Mineral auf und machten zugleich auf eine mögliche Isomorphie mit dem Zoisit aufmerksam. 1878 beschrieb ich als Mosandrit einige Krystalle von Laven, welche sich später als ein neues Mineral, Lävenit (s. unten) gezeigt haben; mein Vergleich der damals an dem Lävenit beobachteten Formen mit den früher von Weibye und Des Cloizeaux erwähnten Formen des Mosandrit ist deshalb natürlich irreleitend; die beiden Mineralien haben, obwohl sie bisweilen sehr leicht zu verwechseln sind, nichts mit einander zu schaffen.
doi:10.1524/zkri.1890.16.1.312 fatcat:isyijpi3lzfnhgbak5v3a24qyy