Crossmedia - eine Herausforderung für Lokalredaktionen

Vanessa Giese, Technische Universität Dortmund, Technische Universität Dortmund
2013
Ich erkläre hiermit an Eides statt, dass ich die vorliegende Dissertation selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst, andere als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel nicht benutzt und die den benutzten Quellen wörtlich oder inhaltlich entnommenen Stellen als solche kenntlich gemacht habe. Die Arbeit wurde bisher in gleicher oderähnlicher Form keiner anderen Prüfungskommission vorgelegt und auch nicht veröffentlicht. Dortmund, den 25. Januar 2012 Vanessa Giese i Abstract Verlage, ihre
more » ... gen und Redaktionen befinden sich im Umbruch. Das Konzept des gedruckten, täglichen Informationsüberblicks verliert angesichts allzeit verfügbarer elektronischer Nachrichten an Rückhalt bei den Lesern. In den vergangenen 20 Jahren sind die Auflagen deutscher Zeitungen kontinuierlich gesunken, ebenso gingen die Reichweiten zurück. Zeitungen befinden sich nun in einem Spannungsfeld zwischen ihrenälteren Stammlesern, die mit Papiermedien sozialisiert wurden, und jungen, onlineaffinen Menschen, die mit TV, Radio und Web aufgewachsen sind. Sie müssen derzeit beide Gruppen bedienen, um am Markt zu bestehen. Insbesondere Regionalzeitungen tun sich schwer, diese kontroverse Situation befriedigend zu lösen: Sie sind mehr noch als ihreüberregionale Konkurrenz Generalisten ohne eine eng gefasste Zielgruppe. Dass Zeitungen sich vom Papier lösen und zusätzliche Produkte für disperse Publika anbieten müssen, ist schon lange klar. Viele Verlage haben den Wechsel zu einem Medienhaus vollzogen, das seine Ware -Informationen -für unterschiedliche Medienkanäle und Rezeptionssituationen aufbereitet. Doch auch wenn diese Entwicklung bereits seit mindestens 15 Jahren andauert und sich in den großen Häusern sowie auf der redaktionellen Mantelebene vieles bewegt hat, wird in zahlreichen Lokalredaktionen noch weitgehend traditionell gearbeitet. Diese Arbeit befasst sich deshalb mit Lokalredaktionen, ihren Lesern, Nutzern und Redakteuren. Sie geht der Frage nach, welche Zielgruppe eine Lokalzeitung mit ihrem Printprodukt und mit ihrem Online-Auftritt erreicht, welche inhaltlichen Angebote Leser und Nutzer bevorzugen und ob Abonnenten ein verstärktes Online-Engagement ihrer Zeitung honorieren. Zusätzlich wird untersucht, ob eine intensivere Online-Arbeit sich auf das Image der Marke auswirkt und ob eine crossmediale Vernetzung beider Angebote die Bemühungen der Redaktion unterstützt. Zu guter Letzt interessiert, wie die Redaktionen und Redakteure die Umstellung von einer monomedialen Arbeitsweise zur bimedialen Produktion bewältigen. Um diese Fragen zu beantworten, hat die Autorin zwei Lokalredaktionen der ii nordrhein-westfälischen Regionalzeitung Westfalenpost (WP) zwischen Sommer 2006 und Frühjahr 2007 begleitet. Die Chefredaktion der WP hatte die Redaktionen in den sauerländischen Städten Menden und Meschede zu crossmedialen Modellredaktionen erklärt. Nach einer Vorbereitungszeit, in der ein Konzept erarbeitet wurde und Schulungen stattfanden, nahmen sie im August 2006 ihre mehrmediale Arbeit auf.
doi:10.17877/de290r-5729 fatcat:4ffzfega6fde5l63vvfenamwmm