Zur Kenntnis der Darstellung von Zirkonerde

E. Wedekind
1902 Zeitschrift f�r anorganische Chemie  
Mit Versuchen uber die Einwirkung einiger Netallovde , wie Bor und Silicium, auf Zirkonerde beschaftigt, bedurfte ich grofserer Mengen Zirkoniumoxyd. Die Darstellnng des letzteren aus dem Mineral Zirkon ist bekanntlich mit Unbequemlichkeiten verbunden, da die Aufschliehng des Zirkons nach den gebrauchlichen Methoden (BERZELIUS, MARIGNAC, FRAKTZ u. s. w.) durchweg unvollstandig und daher die Ausbeute an Zirkonerde eine mangelhafte ist. Ich wandte mich daher der von MOISSAN und LENGFELD~
more » ... LENGFELD~ angegebenen Methode zu, welche in zwei Phasen zerfallt: Umwandlung des Minerals im elektrischen Ofen in Zirlroniumcarbid und Uberfuhrung des letzteren in Zirkoniumchlorid und Zirkoniumoxyd. Nun hat L. RENAUX an wenig zuganglichem Ort2 eine Modifikation dieses Verfahrens beschrieben, welche in kiirzerer Zeit zum Ziel fuhren soll. Er benutzte nicht Kohle als Reduktionsrnittel, sondern Calciumcarbid, welches schon von LEBEAU mit Erfolg zum Aufschlielsen von Smaragd verwandt worden ist, und erhielt so eine geschmolzene Masse in der Halfte der Zeit, welche bei der Reduktion mit Kohle allein notig war. Dieses Verfahren wurde noch dadurch vereinfacht, dafs das erforderliche reine Calciumcarbid erst in dem Moment erzeugt wurde, wo es zur Einwirkung auf das Zirkoniumsilikat kam : es wurde also mit naszierendem Calciumcarbid reduziert. Das so erhaltene rohe Zirkoniumcarbid wurde durah successive Behandlung mit Sauren und Alkalien gereinigt und durch Compt. rend. 122, 651.
doi:10.1002/zaac.19020330110 fatcat:q4oulo3khraavhynueev6ywjzm