Einige Notizen über das Zirkonium;

O. Hinsberg
1887 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
Die im Nachfolgenden beschriebenen Versuche, welche ich im Jahre 1886 im unorganischen Laboratoriuni der technisclien Hochschule zu Aachen ausfuhrte, waren hauptsachlich in der Absicht unternommen, das Zirkonithyl sowie das Zirkoniumjodid darzustellen. Nur in der letzten Richtnng ergab das Experiment ein positives Resultat ; das Zirkoniumithyl scheint nach meinen Versuchen, wenigstens unter den eingehaltenen Reactionsbedingungen, nicht existenzfahig zu win. Mail suclite es darzustellen durch
more » ... Wechselwirkung zw ischeri C hlorzirkonium und Zinkat h yl. Das Chlorzirkoniurn wurde erlialten durch Gluhen von Zirkorierde mit Kohle im Chlorstrom unter Anwendung einer Porcellanrdire. Seine Bildung erfolgt ohne Schwierigkeit ; PS ist jedoch, wenn man kcine ahsoltit eisenfreien Materialien anweridet , stets durch etwas Eisenchlorid gelblich gefarbt, was aber bei den meisten l1nisctziingen des Chlorids wohl ohnc Einflufs ist. In Alkohol 16st sich das Chlorid, wie hier beiliiufig bernerkt werdeii soll, unter zischendenr Gerlusch. Die L6sung giebt beim Einkochen Clilorathyl ab und hinterlafst Zirkoniumhydroxyd ; verdunstet man hingegen die Fliissigkeit unter dem Exsiccator, so hinterbleibt unter Abgabe von Salzsaure eine amorphe feste Masse, welche Zirkoniuin, Chlor und Kohlenstoff neben Sauerstoff und WasserstolT enthalt und welche sich beirn Erhitzen auf dem Platinblech zersetzt, indenl Chlorathyl abgegeben wird und Zirkonoxyd zuruckbleibt.
doi:10.1002/jlac.18872390213 fatcat:tj4xilopcbfnxpgomhynpjtay4