Editorial

Christopher Daase
2008 Zeitschrift für Internationale Beziehungen  
Editorial Neben der großen Finanzkrise, die auf absehbare Zeit ein zentrales Thema der Internationalen Beziehungen sein wird, gibt es auch eine kleine Finanzkrise, die zumindest das Leben der ZIB nicht leichter gemacht hat. Neuer Vertrag mit dem Nomos-Verlag Mit dem satzungsgemäßen Auslaufen der zehnjährigen Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft musste die Zusammenarbeit der ZIB mit dem Nomos-Verlag auf eine neue Grundlage gestellt werden. In zwei Verhandlungsrunden wurde ein
more » ... Vertrag ausgehandelt und mit den Herausgebern und dem Sektionsvorstand abgestimmt. Die Neuerungen betreffen zum einen die so genannte Redaktionspauschale, mit der der Verlag die Redaktionsarbeit unterstützt. Sie beläuft sich auf 15% des Nettojahresumsatzes, mindestens jedoch 3.000 Euro im Jahr. Damit wird zwar nur ein Bruchteil der Ausgaben abgedeckt, und die ZIB wird auf absehbare Zeit auf die Zuwendungen von einzelnen Instituten oder Lehrstühlen angewiesen bleiben. Gleichzeitig bietet die Formel aber einen Anreiz, die Verkaufszahlen der ZIB zu steigern. Jedes neue Abonnement kommt der Redaktionsarbeit direkt zugute. Die zweite Neuerung betrifft den öffentlichen Zugriff auf die Texte der ZIB. Es ist vereinbart worden, dass alle Hefte nach zwei Jahren vollständig im Internet zugänglich gemacht werden. Bei Erscheinen eines neuen Heftes werden zwei Beiträge über die ZIB-Homepage kostenlos verfügbar gemacht. Nach einem Jahr können Autorinnen und Autoren vom Verlag eine PDF-Fassung ihrer Artikel erhalten, um sie auf ihre persönliche Homepage zu stellen. ZIB geht an die Bundeswehruniversität München Die ZIB geht in ihr letztes Jahr an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Unter den genannten finanziellen Bedingungen war zu erwarten, dass es nicht leicht sein würde, einen Nachfolger für die Geschäftsführende Herausgeberschaft zu finden. Trotzdem gelang es, auf Vorschlag aus dem Sektionsvorstand und in Abstimmung mit den Herausgebern, Stephan Stetter und Carlo Masala für diese Aufgabe zu gewinnen. Da beide erst jüngst an die Universität der Bundeswehr in Neubiberg berufen wurden, zeigte sich diese großzügig und stellte, anders als seinerzeit die LMU, eine halbe Stelle für die Redaktion der Zeitschrift zur Verfügung. Im Sommer
doi:10.5771/0946-7165-2008-2-157 fatcat:5xiyp52whrbnrbynlzwjj6rvwu