Seite 4-7 KOOPERATIVE PROMOTIONEN 2 EIN HERZLICHES WILLKOMMEN AN DIE NEUEN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER: EIN HERZLICHER DANK FÜR ARBEIT UND ENGAGEMENT AN DIE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER, DIE AUSGESCHIEDEN SIND

Emad Arab, Fachbereich Maschinenbau, & Verfahrenstechnik, Jonathan Ben-David, Fachbereich Maschinenbau, & Verfahrenstech-Nik, Johannes Claßen, Fachbereich Maschinenbau, Frank Hempen, Fachbereich Elektrotechnik, Franziska, Luise Herb (+19 others)
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Es geht schließlich darum, die besten Köpfe anzuregen und die Disziplinen weiterzuentwickeln." An der Fachhochschule Düsseldorf promovieren derzeit 35 junge Absolventinnen und Absolventen der Hochschule. Vor wenigen Jahren wäre dieses Vorhaben vieler Fachhochschulabgängerinnen und -abgänger nicht so ohne weiteres möglich gewesen. Doch seit dem 2010 geschlossenen ersten Kooperationsvertrag der Fachhochschule Düsseldorf mit der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen
more » ... sich eine Menge getan, und es gibt inzwischen eine Reihe weiterer kooperativer Förderprogramme. Was das im Einzelnen bedeutet und welche Möglichkeiten zur Promotion Interessierte an der FH D haben, darüber sprach Simone Fischer, Pressesprecherin und Leiterin Kommunikation und Marketing mit der Promotionsbeauftragten und Professorin für Erziehungswissenschaft am Fachbereich Sozial-und Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Ruth Enggruber. Vor wenigen Jahren wäre es kaum denkbar gewesen, mit einem FH-Abschluss in der Tasche auf geradem Weg zu promovieren. Wie sah das damals in vielen Bereichen aus? Enggruber: Es war schon möglich zu promovieren, allerdings meistens nur dann, wenn die Professorin oder der Professor einen persönlichen Kontakt zur Professorenschaft an einer Universität hatte. Dabei hatten die Fachhochschulprofessorinnen und Professoren allerdings keine konstitutive Funktion. Das heißt, die Kolleginnen und Kollegen konnten zwar betreuen, beraten und fördern, aber zur Prüfungsabnahme waren sie nicht berechtigt. Das musste bis dato immer ein Professor oder eine Professorin einer Universität machen. Den ersten Kooperationsvertrag schloss die Hochschule im Juni 2010 mit der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen ab. Seitdem hat sich einiges getan. Enggruber: Das stimmt! Auf Basis dieser Plattform sind weitere Aktivitäten erwachsen. Es startete im Juni des darauffolgenden Jahres, also 2011, das Promotionskolleg "Widersprüche gesellschaftlicher Integration. Zur Transformation Sozialer Arbeit" der Univer-Nehmen wir einmal das von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Promotionskolleg mit der FH Köln, der Hochschule Niederrhein und der Katholischen Hochschule. Was erwartet einen Stipendiaten konkret? Enggruber: Als Doktorand oder Doktorandin ist man doch auf eine längere Strecke hin ein ziemlicher Einzelkämpfer, wenn man nicht einem Kolleg angeschlossen ist. Wir betreuen gemeinsam acht Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie fünf weitere Kollegiatinnen. Darunter sind auch eine Stipendiatin sowie eine wissenschaftliche Mitarbeiterin aus unserem Fachbereich. In dem begleitenden Studienprogramm fanden zunächst 14-tägig Arbeits-treffen über jeweils drei Stunden statt. Inzwischen treffen wir uns einmal im Monat regelmäßig gut vier Stunden zum Austausch, um etwa über den aktuellen Forschungs-und Entwicklungsstand zu sprechen. Prof. Dr. Ruth Enggruber ist seit 2009 Promotionsbeauftragte der Fachhochschule Düsseldorf. Foto: privat Bietet die FH auch hier zusätzliche Unterstützung? Enggruber: Als Beispiel lässt sich wiederum der Fachbereich Sozial-und Kulturwissenschaften anführen. Wir bieten monatlich ein zweistündiges Promotionskolloqium an, in dem Texte gemeinsam diskutiert werden und über den jeweils aktuellen Forschungsstand in den Projekten gesprochen wird. Ausgehend von diesem sozialen Netzwerk bilden sich zum Beispiel Interpretationsgruppen, in denen qualitative Daten gemeinsam diskutiert werden. Sind weitere Programme oder Abkommen mit anderen Hochschulen und Universitäten geplant? Enggruber: In Planung ist ein Kooperationsvertrag mit der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen. Hierzu gibt es bereits ein gemeinsames Kooperationsprogramm, an dem auch die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf beteiligt ist. Bei diesem Vertrag sind auch Kolleginnen und Kollegen als Erstgutachter zugelassen. Ebenfalls in Vorbereitung befindet sich ein kooperatives Promotionsabkommen der drei technischen Fachbereiche, das heißt, Elektrotechnik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie Medien der FH Düsseldorf mit der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Universitäten scheinen sich gegenüber den Fachhochschulen in Hinblick auf kooperative Promotionen zunehmend zu öffnen. Was sagen Sie? Enggruber: Oh, Ja! Ich bemerke durchaus eine doch breite Öffnung auch bei den Einzelaktivitäten. Wir haben zum Beispiel am Fachbereich eine Studentin, die jetzt an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln in der Abteilung Kinder-und Jugendpsychologie promoviert und dabei von einer meiner Psychologiekolleginnen betreut wird. "Kooperative Promotionen tragen ganz erheblich zum Erkenntnisgewinn bei." Haben sie eine Erklärung für diese Tendenz? Enggruber: Aus meiner Sicht haben sich die Türen der Universitäten mit der Umstellung der Studiengänge und Abschlüsse auf Bachelor und Master geöffnet. Damit kam vermehrt die Frage auf: Was unterscheidet die Hochschul-Foto: O. Weng/flickt.com
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