Ueber die Entwicklung der locomotorischen CoordinationsthÄtigkeit im Rückenmarke des Frosches

Edward Babák
1902 Pflügers Archiv: European Journal of Physiology  
des ]nstitutes. ~~ 1. Die Coordination einfacher Bewegungen zu einer complicirten Bewegung (z. B. Locomotion) geschieht bei den mit wohlentwickeltem l~ervensystem versehenen Thieren mittelst nerv0ser Organe. Es gibt aber einige Ausnahmen; so gibt F ri e dl i~n d e r (1) an, dass sich die gewShnliche progressive Bewegung der Regenwi]rmer aus successiven Bewegungen einzelner Segmente zusammensetzt, indem die mechanische Wirkung der Muskelthatigkeit des vorangehenden Segmentes einen directen Reiz
more » ... inen directen Reiz for die complicirte Muskelthi~tigkeit des niichstfolgenden liefert; wie seine Versuche gelehrt haben, scheint dabei das Nervensystem nicht wesentlich theilzunehmen. --Bemerkenswerth ist L oeb's (2) Beobachtung an Ciona intestinalis, wo nach Entfernung des auf ein einziges Ganglion reducirten Centralnervensystems der charakteristische complicirte Schutzrefiex erhalten bleibt und nur seine Reizschwelle erhSht wird. Im Folgenden will ich l~ur gewisse, ftir meinen Zweck geeignete Ergebnisse derjenigen Experimente zusammenstellen, welche sich auf die Coordination der Locomotionsbewegungen beziehen. 2. Bei den Wirbellosen wurde neuerdings besonders durch Loeb, Steiner, Maxwell und Bethe eine Anzahl von werthvollen Kenntnissen errungen. Bei rien Turbellarien sah L o e b (3) nach Durchschneidung des Thieres hinter dem Ganglionpaare ent-
doi:10.1007/bf01659876 fatcat:2x4wevddyfcyhowe5mcvvmws3a