Ueber den Wurzelstock von Hellebor. Niger L. und dessen Verwechselungen

G. Walpers
1851 Archiv der Pharmazie  
I n der then Ausgabe der Preussischen Pharmakopoe wird vorgeschrieben, den Wurzelstock dieser Pflanze (Rad. hellebor. nigr.) mit den Blaltern zu sammeln, damit er nicht mit den ahnlichen und schwer zu unlerscheidenden Wlrrzelstocken von Elelleb. ririd. L. und Adonis vernalis L. verwechselt werde. Trotzdem findet man nicht selten bei Droguisten sowohl als in Officinen denselben ohne Blatter vor, und dieserhalb moge es gestattet sein, auf diejenigen Charaktere, durch welche sich Rnd. helleb.
more » ... h Rnd. helleb. nigr. von den angegebenen und auch von eiwaigen rernern Verwechselungen mit Zuverlassigkeit erkennen Iasst, aufmerksam zu machen, zumal selbst in den allerneueslen botanischpharrnakognostischen Handbuchern eine pracise Darstellung vermisst w i d . Der Wurzelstock von Hellebor. nigr.. L. ist in getrocknetem Zustande geruchlos, dunkel kascanienbraun, von der Dicke einer Schwanenfeder bis zu der eines kleinen Fingers, gedrungen, astig vielkopfg. von den mehr iibereinander stehenden Blattnarben. deren aufgeworfenen Rander sc h u ssel for m ige Ve r t i e fu ngen b i 1 den, e t w as knot ig , ringsherum von 4-2 Linien im Durchmesser haltenden 4 bis 1 Fuss langen und mehrentheils unverzweigten Wurzelzasern besetzt, welche auf dem Bruche hornarlig und rein weiss aussehen, in der Yirte einen kleinen heller gefarbten, unter der Loope gewtihnlich scharf 4--5kantigen
doi:10.1002/ardp.18511170316 fatcat:xzkazlpf35g25edn6qed4s3nre