Zur Diagnose der Speichelsteine

1895 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Das Vorkommen von Speichelsteinen Ist bekanntlich durchaus kein seltenes, und Immisch') führt in einer Dissertation ausser 173 bis zum Jahre 1860 beschriebenen noch neun weitere Falle an. In den letzten Decennien sind nach Thiele) in der Litteratur noch sieben Falle veröffentlicht, zu denen Thiele selbst noch vier auf der Jenenser Klinik von Herrn Hofrath Dr. Riedel operirte Fälle hinzubringt. Einen bezüglich der Aetiologie höchst interessanten Fall hat schliesslich Oberstabsarzt Dr. Roche3)
more » ... arzt Dr. Roche3) veröffentlicht, so dass sich die Zahl der mir bekannt gewordenen Beobachtungen von Speicheleteinen, einschliesslich des von mir beobachteten Falles auf 196 beläuft. Wenn daher jede weitere Veröffentlichung einer Beobachtung von Speichelstein im allgemeinen ein nur numerisch-casuistisches Interesse darbietet, so dürfte doch der Veröffentlichung des nachstehenden Falles eine gewisse Berechtigung insofern nicht ganz abzusprechen sein, als durch die Eigenthümlichkeiten der Begleiterscheinungen the Diagnose anfänglich erschwert wurde. Ausserdem ist hier noch anzuführen, dass eine eingehende chemische Analyse des Steines stattgefunden hat.
doi:10.1055/s-0029-1199987 fatcat:jxbx4niornfc7izumw45dxcrnq