Bestimmung maximaler Entladungsstromstärken aus ihrer magnetisirenden Wirkung

F. Pockels
1898 Annalen der Physik  
Bestinarnumag m a x i m a z e r E n t l a d u n g s s t r o m s t a r k e n a u s i h r e r rnngnctisir e n d e n Widkumag; won 3'. P o c k e Z s . Bei Untersuchungen iiber den Ursprung des starken permanenten Magnetismus gewisser Felseii bot sich mir die Frage dar, ob die Intensitat der remanenten Magnetisirung von der Bauer der Einwirlrung bez. dem zeitlichen Verlauf der magnetisirenden Kraft abhangt, oder ob sie, wenigstens bei einer ihr Vorzeichen nicht wechselnden Kraft, nur durch deren
more » ... nur durch deren Mnrimalurerth bestimmt wird. I n letzterem Fslle wurde man namlich aus dem beobachteten remanenten Itlagnetismus auf das Maximum der wirksam gewesenen magnetischen Krsft und somit auch auf die Maximalstarke des Stromes, von dem rlieselbe etwa herruhrte , znruckschliessen konnen. Dies ware aber, ganz abgesehen von der Erklarung des Gesteinsmagnetismus, deshalb von Bedeutung, weil man dann ein Mittel besasse, um die maximale Stromstarke von sehr schnell verlaufenden (jedoch nicht oscillirenden) Stromen, z. B. Entladungen von Condensatoren, zu bestimmen, fur welche man sonst nur eine mittlere Intensitat T durch Beobachtnng finden kann.') Dass selbst sehr schnell oscillirende Batterieentladungen noch Stahl zu magnetisiren vermogen, ist j a seit 'Langem bekannt; aber uber die oben 1) Ein auch fur sehr schnell oscillirende StrGme auwendbares Hiilfsmittel, urn den gnnnen Stromverlaz~f zu beohachten, hietet nach Hrn. F. B r a u n (Wied. Ann. 60. p. 552.1897) die magnetische Ablenkung der Kathodcnstrahlen dar ; doch diirfte diese Methode eine Messung der Stromstarke noch nicht gut ermoglichen. Fur manche Zwecke wurde ihrer Anwendung auch die Nothwendigkeit, die Beobachtungen zuahrend der Entladung auszufiihren, entgegenstehen.
doi:10.1002/andp.18983010620 fatcat:rxyxua5clze3locey5jbgvr56i