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Über Milchsäure- und Phosphorsäurebildung im KarpfenmuskeL

Martha Cohn
1915 Hoppe-Seyler´s Zeitschrift für physiologische Chemie  
Aus der voranstehenden Arbeit von F. L aquer geht hervor, daß die Milchsäurebildung im Froschmuskel unter gewissen Umständen von einer sehr erheblichen Phosphorsäurebildung begleitet ist. Zwar gelang es L a quer nicht, durch elektrische Reizung von Froschschenkeln bis zur Erschöpfung, die bekanntlich mit einer sehr erheblichen Milchsäurebildung verbunden ist, eine Vermehrung des Phosphorsäuregehaltes zu erzielen. Dagegen trat Phosphorsäurebildung bei der Wärmestarre ein, namentlich wenn deren
more » ... ntlich wenn deren Einleitung eine mechanische Schädigung der Muskulatur durch Zerkleinerung vorangegangen war. Die Phosphorsäurebildung in der Froschmuskulatur kommt, ebenso wie die Milchsäurebildung, in kürzester Zeit zum Abschluß. In der genannten Arbeit wurde ausgeführt, daß das eben geschilderte Verhalten der Froschmuskulatur im Einklang steht mit der Annahme einer dem Lactacidogen des Warmblütermuskels ähnlichen Milchsäurevorstufe. Bei der Tätigkeit der Froschmuskulatur hält nach dieser Vorstellung die Synthese von Kohlenhydrat mit Phosphorsäure (oder einem organischen Phosphorsäurerest), der Spaltung der Kohlenhydratphosphorsäure in Milchsäure und Phosphorsäure das Gleichgewicht, oder, anders ausgedrückt, der assimilatorische Vorgang der Synthese von Kohlenhydrat mit Phosphorsäure vermag den dissimilatorischen der Kohlenhydratphosphorsäure-spaitung^zu kompensieren. Brought to you by | Purdue University Libraries Authenticated Download Date | 6/12/15 6:08 AM
doi:10.1515/bchm2.1915.93.1-2.84 fatcat:h5bltq6dfra4pkehqvoyetywee